Peak Management Composable Architecture: So übersteht der Shop jede Umsatzspitze

Ein Gastbeitrag von Stefan Metzger 5 min Lesedauer

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Black Week, Weihnachten, Valentinstag: Wenn der Umsatz explodiert, stoßen starre IT-Systeme an ihre Grenzen. Composable Architecture skaliert flexibel genau dort, wo Performance zählt – ohne teure Kostenexplosion.

(Bild:  © William/stock.adobe.com)
(Bild: © William/stock.adobe.com)

DARUM GEHT'S

Composable Architecture: Modulares System aus eigenständigen Best-of-Breed-Anwendungen, verbunden über eine Integrationsschicht – ermöglicht flexiblen Austausch und Ausbau einzelner Komponenten ohne Einfluss auf das Gesamtsystem.

Elastisches Skalieren: Nur die tatsächlich beanspruchten Bereiche (zum Beispiel Frontend, Suche) werden bei Umsatzspitzen über Cloud-Autoscaling hochgefahren, statt das komplette System kostenintensiv aufzurüsten.

Schrittweiser Umstieg: Auch monolithische Bestandssysteme lassen sich Stück für Stück umbauen – von der Integrationsschicht über Backend-for-Frontend bis hin zur Entkopplung einzelner Funktionen wie Suche oder Warenkorb.

Im Laufe eines Jahres gibt es etliche besondere Tage oder Wochen, in denen im Shop die Post abgeht: Das kann bei Gartencentern der Start der Gartensaison sein, für Schmuckhändler der Valentinstag oder schlicht Weihnachten. Die Umsätze vervielfachen sich in der jeweiligen Zeit ‒ wenn die Technik mitspielt. Dies gilt nicht nur für die Kaufabwicklung an sich, sondern für die ganze Customer Journey mit Beratung, After-Sales-Support, Reklamationen oder Umtausch. Oft sorgen diese Peak-Zeiten für den größten Umsatz im Jahr. Umso wichtiger ist es, dass in diesen Stressphasen die E-Commerce-IT reibungslos skaliert.

Mit dem KPS-Booster lassen sich einzelne Funktionen sehr schnell als Microservices einführen und elastisch skalieren, etwa über Cloud-Autoscaling. Somit skaliert die Performance nur dort, wo es notwendig ist, ohne das Gesamtsystem beschleunigen zu müssen.

Stefan Metzger, Managing Director bei KPS

Starre Monolithen skalieren schlecht

Viele E-Commerce-Betreiber haben große ERP-Systeme im Einsatz, die von einem einzigen Anbieter stammen. Der Start-Vorteil ist klar: Alle Komponenten sind aufeinander abgestimmt, das System ist schnell einsatzbereit und läuft stabil. Fehlen Funktionen oder Schnittstellen, werden diese über Projekte nachgerüstet. Im Laufe der Zeit werden solche monolithischen Systeme immer komplexer, was schnelle Reaktionen auf Marktveränderungen aufwendig, langwierig und teuer macht.

Das Abfangen von Auftrags-Peaks ist dann schwierig, wenn solche Systeme auf Serverlandschaften laufen, deren Leistung und Funktionsumfang sich temporär nicht erweitern lässt. Es wäre auch wenig wirtschaftlich, ganzjährig große Kapazitäten vorzuhalten, die nur vier bis sechs Wochen im Jahr benötigt werden.

Nicht selten verlangen Peak-Zeiten nur in Teilbereichen des Systems mehr Leistung und Flexibilität, etwa beim Frontend des Shop-Systems und bei der Warenlogistik. Wenn sich dann die Performance in diesen Bereichen nur steigern lässt, indem man das Gesamtsystem hochfährt, ist das entsprechend teuer oder in kurzer Zeit überhaupt nicht machbar. Denn die Einführung von neuen Funktionen oder Technologien, etwa neue Produktsuchen, Konfiguratoren oder ähnliche Features, muss mit viel zeitlichem Vorlauf geplant, getestet und schließlich live geschaltet werden.

Composable Architecture als modulare Alternative

Die Antwort auf diese Herausforderungen heißt Composable Architecture. Der Kerngedanke ist, eine E-Commerce-Plattform zu komponieren, die aus jeweils eigenständigen Best-of-Breed-Anwendungen besteht und durch eine Integrationsschicht verbunden wird. Darüber lassen sich neue Module unkompliziert einführen oder veraltete Anwendungen leicht gegen neuere, bessere Module auswechseln – und alles, ohne den Rest des Systems zu beeinflussen. Wichtig bei Composable-Architekturen ist, dass die Integrationsschicht über Schnittstellen alles mit allem verbindet und für reibungslose Kommunikation und Datenaustausch sorgt. KPS hat dafür seinen KPS Booster entwickelt. Er macht die Komplexität, die einem modularen System zwangsweise innewohnt, beherrschbar. Damit lassen sich Systeme miteinander kombinieren, ohne dass die Entwickler der Komponenten überhaupt voneinander wissen.

In Hinblick auf Peak-Zeiten hat dies in der Praxis einen entscheidenden Vorteil: Einzelne Funktionen lassen sich sehr schnell als Microservices einführen und elastisch skalieren, etwa über Cloud-Autoscaling. Somit skaliert die Performance nur dort, wo es notwendig ist, ohne das Gesamtsystem beschleunigen zu müssen. Dies ist insbesondere bei B2C-Plattformen wichtig.

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