E-Commerce Mehr Zahlungsoptionen für den optimalen Check-Out

Ein Gastbeitrag von Ralf Gladis 3 min Lesedauer

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So unterschiedlich die Menschen, so verschieden auch ihre Vorlieben, wenn es ans Bezahlen geht. Die Vielfalt an Zahlungsoptionen ist gerade im E-Commerce groß, doch es gibt Gemeinsamkeiten. Nach ihren jeweiligen Prioritäten gehen drei Kundentypen daraus hervor. Onlinehändler sollten 2024 für jeden von ihnen mindestens eine Zahlart bereitstellen – sonst geht Umsatz verloren.

(Bild:  Milles Studio – stock.adobe.com)
(Bild: Milles Studio – stock.adobe.com)

Noch dürfen Händler Zahlungen bis 200 Euro über maximal drei Raten verteilen, ohne dass dieGesetzgebung zu Verbraucherkrediten berührt wird. Doch eine neue EU-Richtlinie zieht künftig die Grenzen enger undschließt fast jede Gewährung einer späteren Zahlung, ob auf einmal oder in Raten, in eine Prüfungs- und Informations-pflicht durch den Händler ein. Dies wird möglicherweise schon 2024 für Veränderungen im Check-Out sorgen

Kundenfokus Komfort: schnell muss es gehen

Es gab sie schon immer, doch mit dem Trend zum Mobile Commerce werden es immer mehr: Kundinnen und Kunden, die ihre Lieblings-Zahlart danach auswählen, wie komfortabel ihre Nutzung ist. Für den schnellen Check-Out eignen sich besonders Wallets, bei denen die Daten der jeweiligen Karten oder Bankverbindungen hinterlegt sind. PayPal ist tradi­tionell stark gefragt, doch bequemer sind One-Click-Verfahren wie Amazon Pay oder Apple Pay. Letzteres nutzt die biometrische Erkennung durch das Smartphone und deckt damit häufig auch gleich die vorgeschriebene Zwei-Faktor-Authentifizierung ab.

Mit Click to Pay und der neuen giropay-App kommen 2024 zwei neue Methoden für Freunde des schnellen Bezahlens in Fahrt. Giropay umfasst dabei auch die girocard, Deutschlands beliebteste Karte und bietet außerdem das Online-Bezahlen über QR-Code. Click to Pay ist das neue Wallet der großen Kreditkartengesellschaften. Es macht die Eingabe von Kartennummer und Ablaufdatum unnötig, übermittelt die Versandadresse und ist durch die hochsichere Token-Technologie geschützt.

Und noch eine weitere Option macht das Bezahlen komfortabler : unter dem Stichwort „Embedded Payments“ kommen Online-Überweisungen im händler­eigenen Design daher, die den Check-Out beschleunigen.

Kundenfokus Sicherheit: Kontrolle bis zum Schluss bei allen Zahlungsoptionen

Für viele Kundinnen und Kunden ist es wichtig, bis zur erfolgreichen Lieferung oder sogar bis zur Rücksendung die volle Kontrolle über den Zahlbetrag zu be­halten. Wer sich nicht auf Kundenschutzprogramme oder eine freiwillige Rückabwicklung durch den Händler verlassen möchte, behält mit Lastschrift und Rechnungskauf alle Fäden in der Hand.

Der Kauf auf Rechnung, neuerdings auch als BNPL – buy now pay later – bekannt, verschiebt den Zahlungszeitpunkt, bis der Käufer die gelieferte Ware überprüft hat und behält. Das ist maximale Sicherheit, erfordert aber mehr Einzelschritte bis zum Abschluss der Zahlung. Außerdem besteht die Gefahr, dass eine Fälligkeit einmal übersehen wird und Mahnkosten entstehen.

Für Händler müssen, obwohl sie in Vorleistung gehen, diese Verfahren nicht unbedingt risikoreicher sein. Ein gutes Risikomanagement ihres Payment Service Providers verringert das Betrugs­risiko deutlich. Factoringservices der Zahlungsanbieter garantieren die Zahlung – und führen sie je nach Vertrag auch direkt nach dem Kauf aus.

Kundenfokus Liquidität: Hauptsache flüssig bleiben

In wirtschaftlich angespannten Zeiten ist ein kleines Polster immer willkommen. Und wenn es nur in einem späteren Zahlungszeitpunkt besteht. Der Rechnungskauf bietet diese Möglichkeit, mehr aber noch der Ratenkauf, der die Stückelung einer Anschaffung erlaubt. Noch dürfen Händler Zahlungen bis 200 Euro über maximal drei Raten verteilen, ohne dass die Gesetzgebung zu Verbraucherkrediten berührt wird. 

Doch eine neue EU-Richtlinie zieht künftig die Grenzen enger und schließt fast jede Gewährung einer späteren Zahlung, ob auf einmal oder in Raten, in eine Prüfungs- und Informationspflicht durch den Händler ein. Dies wird möglicherweise schon 2024 für Veränderungen im Check-Out sorgen. Nicht betroffen davon sind Kreditkartenzahlungen. Diese werden in Deutschland in der Regel einmal im Monat vom Konto ausgeglichen und geben damit bis zu 30 Tagen zusätz­liche Liquidität. Darum ist diese Zahlungsoption weiterhin unerlässlich, zumal die Warenkorbgröße bei Zahlungen mit Kreditkarte durchschnittlich höher ist als bei anderen Verfahren. Mit Click to Pay werden sie 2024 auch noch komfortabler.

Auch die Kaufsumme entscheidet bei den Zahlungsoptionen mit

Diese unterschiedlichen Präferenzen sind nicht absolut zu sehen. Händlervertrauen und Kaufsumme können zum Verzicht auf die Lieblingszahlart führen. Ist der Warenwert besonders hoch, wechseln auch komfortverwöhnte Kunden bisweilen auf eine als sicherer wahrgenommene Zahlart oder eine Methode mit längerer Zahlungsfrist. Während kontrollorientierte Käufer schon zum One-Klick-Check-Out greifen, wenn noch schnell ein Ticket gekauft werden muss, während die Straßenbahn schon einfährt.

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CEO von Computop

Bildquelle: Computop