Peak Management

Composable Architecture: So übersteht der Shop jede Umsatzspitze

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Weitere Vorteile der Composable Architecture

Durch die Unabhängigkeit der einzelnen Komponenten verbessert sich nicht nur die Gesamtperformance, auch Fehler lassen sich leichter finden und schneller beheben. Das Gesamtsystem muss dafür nicht offline genommen werden, sondern eventuell nur der betroffene Service. 

Das gleiche gilt, wenn einzelne Komponenten, etwa Suchen oder Frontend-Module, aktualisiert werden sollen. Zu Testzwecken können Händler parallel verschiedene Module laufen lassen, um unter realen Praxisbedingungen zu evaluieren, ob sie fehlerfrei funktionieren.

Möglich ist auch, die Anzahl der Frontends zu erhöhen, um beispielsweise besondere Apps einzuführen, eine Tablet-Version, einen Konfigurator oder eine Integration in ein anderes (Partner-)System. Wenn alle Komponenten unabhängig voneinander agieren, ist das Anbinden weiterer Module nicht schwierig und erhöht die Komplexität des Gesamtsystems nicht ‒ im Gegensatz zu monolithischen Systemen.

Dank der Unabhängigkeit der Systembestandteile können Händler Customer-Experience-Entwicklungen auch noch kurzfristig vor den Stressphasen umsetzen, da die Testphasen in einer Composable-Umgebung weniger Zeit beanspruchen.

Beispiel: KI-Suche bei Online-Händler

Die Chancen durch eine Composable Architecture zeigen sich beispielsweise bei einem aktuellen Projekt für einen Onlineshop für Endkunden: Der Betreiber wollte seine Suche erneuern, um umfassende KI-Unterstützung zu integrieren. Dank der Composable Architecture war der Prototyp innerhalb von zwei Wochen gebaut und einsatzfähig. Er zeigte schnell, welche enormen Business-Chancen sich durch KI-Integration eröffnen. Die Umsetzung wird noch vor der Jahresend-Rallye 2026 live gehen können, denn bereits für den Prototyp wurde die Anbindung an den KPS Booster programmiert.

Composable Architecture: So kann eine Umstellung ablaufen

Selten wollen Unternehmen ihre bestehende E-Commerce-Struktur durch ein komplett neues System ersetzen (Greenfield). Vielfach besteht der erste Schritt darin, das Frontend vom Backend zu trennen und über eine Integrationsschicht anzubinden – für Headless Frontends etabliert sich hier das Backend for Frontend Pattern (BFF), bei dem jedes Frontend über einen eigenen, zugeschnittenen Backend Layer bedient wird. 

So könnte der schrittweise Weg zu einer Composable Architecture aussehen:

  • Zuerst eine Integrationsschicht wie den KPS Booster einführen.
  • Anschließend ein Backend for Frontend Pattern (BFF) als Aggregationsschicht aufsetzen.
  • In einem dritten Schritt einzelne Funktionen, beispielsweise die Suche, entkoppeln.
  • Anschließend das Content-Management und Kundenbewertungen entkoppeln.
  • Und im letzten Schritt die Warenkorb-Technologie ersetzen.

Entscheidend ist dabei, immer die Performance-Anforderungen im Blick zu behalten. Dafür muss die Integrationsschicht sorgen, die alle Micro-Services miteinander verbindet.

Eine vollständige Aufsplittung in Microservices ist vor allem für B2C-Unternehmen interessant, die zu Peak-Zeiten – im Vergleich zu Monaten mit normaler Auslastung – ein Vielfaches abarbeiten müssen. B2B-Kunden fahren eventuell auch mit einem hybriden Ansatz gut, der nur einige Funktionalitäten an Microservices auslagert.

Composable ArchitectureStefan Metzger
ist Managing Director bei KPS.

Bildquelle: KPS

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