Serie POAS (Profit on Ad Spend) – Teil 1

Das ROAS-Problem im E-Commerce: Mehr Umsatz, aber weniger Gewinn

< zurück

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

Praxisbeispiel: Zwei Produkte, gleicher ROAS - völlig anderer Gewinn

Ein Onlineshop verkauft zwei Produkte über Google Ads. Produkt A kostet 120 Euro und hat eine Marge von 50 Euro. Produkt B kostet ebenfalls 120 Euro, bringt aber nur 15 Euro Marge.

Beide Produkte erzielen im Werbekonto einen ROAS von 4. Das bedeutet: Für jeden eingesetzten Werbe-Euro entstehen vier Euro Umsatz.

Für den Google-Algorithmus sehen beide Produkte also identisch aus. Sie generieren denselben Umsatz pro Werbe-Euro.

Gleicher Verkaufspreis, unterschiedliche Marge: Wenn der Google-Algorithmus stärker das Produkt mit der geringeren Marge ausspielt, dann steigt zwar der Umsatz, aber der Gewinn kann sinken.(Bild:  Pro Ads Marketing)
Gleicher Verkaufspreis, unterschiedliche Marge: Wenn der Google-Algorithmus stärker das Produkt mit der geringeren Marge ausspielt, dann steigt zwar der Umsatz, aber der Gewinn kann sinken.
(Bild: Pro Ads Marketing)

Aus unternehmerischer Perspektive sind sie jedoch völlig unterschiedlich. Während Produkt A nach Abzug der Werbekosten profitabel ist, bleibt bei Produkt B kaum Gewinn übrig.

Wenn der Algorithmus nun stärker Produkt B ausspielt – etwa weil es häufiger gekauft wird – steigt zwar der Gesamtumsatz im Konto. Der tatsächliche Gewinn des Shops kann jedoch gleichzeitig sinken.

Genau hier liegt das zentrale Problem der Umsatzoptimierung.

Der Perspektivenwechsel: Von Umsatz zu Gewinn

Um dieses Problem zu lösen, gewinnt eine andere Kennzahl zunehmend an Bedeutung: POAS – Profit on Ad Spend.

Google optimiert auf das Signal, das es bekommt: Anstatt ROAS bekommt eine andere Kennzahl Bedeutung – POAS.(Bild:  Pro Ads Marketing)
Google optimiert auf das Signal, das es bekommt: Anstatt ROAS bekommt eine andere Kennzahl Bedeutung – POAS.
(Bild: Pro Ads Marketing)

Im Gegensatz zum ROAS misst POAS nicht den Umsatz, sondern den tatsächlichen Gewinn im Verhältnis zu den Werbekosten. Kampagnen werden damit nicht mehr danach bewertet, wie viel Umsatz sie erzeugen, sondern danach, welchen Beitrag sie zum Unternehmensergebnis leisten.

Damit verändert sich auch die Budgetsteuerung: Nicht mehr die umsatzstärksten Produkte erhalten automatisch das meiste Budget, sondern diejenigen mit dem höchsten Deckungsbeitrag.

POAS – Profit On Ad Spent – ROAS – Google AdsRahil Yaqub
ist Gründer und Geschäftsführer der Google-Ads-Agentur Pro Ads Marketing GmbH.

Bildquelle: Pro Ads Marketing

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung