Handelskraft Trendbuch „High Noon“ – Teil 7 Product Experience Management (PXM): Warum es bei der PX weder Anfang noch Ende gibt

Ein Gastbeitrag von Christian Otto Grötsch 2 min Lesedauer

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Was eine überzeugende von einer durchschnittlichen Produkterfahrung unterscheidet, ist nicht ein einzelner Moment. Es ist die Summe aller Begegnungen eines Kunden mit einem Produkt oder einem Service. Das Produkteerlebnis beginnt nicht erst mit einem konkreten Anliegen und endet nicht mit der Lieferung.

(Bild:  dotSource)
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Konsumenten bewegen sich tagtäglich durch eine Vielzahl digitaler Kontaktpunkte: Sie scrollen auf Social Media, lesen Newsletter oder stöbern auf Online-Marktplätzen. An jedem dieser Touchpoints zählt, wie gut ein Produkt oder Service verstanden wird. Wie ansprechend sie im „digitalen Regal“ – im Digital Shelf – einer Marke platziert sind.  

PXM beginnt nicht mit einem konkreten Anliegen

Digital Shelf bezeichnet sämtliche digitale Umgebungen, in denen potenzielle Kunden ein Produkt wahrnehmen oder mit ihm interagieren, bevor sie eine Kaufentscheidung treffen. Es ist nicht auf einzelne Kanäle beschränkt, sondern umfasst unter anderem Produktdetailseiten im eigenen Onlineshop und auf externen Marktplätzen, digitale Werbeanzeigen oder Platzierungen in Vergleichsportalen. 

Überall dort entscheidet die Qualität der Präsentation. Dafür braucht es detaillierte Beschreibungen, attraktive Assets, aktuelle Bestände und aussagekräftige Rezensionen, die Vertrauen schaffen und Orientierung bieten. 

Wie überzeugend Angebote auf den verschiedenen Plattformen präsentiert sind, untersucht Digital Shelf Analytics (DSA). DSA-Lösungen erfassen mittels Daten-Crawling produktbezogene Informationen über verschiedene Kanäle hinweg. So können Unternehmen zum Beispiel überprüfen, ob Produkte auf externen Plattformen live gegangen sind, wie sie im Wettbewerbsumfeld platziert sind und welche Bewertungen Käufer geben. 

Nicht nur die optimale Platzierung vor dem Kauf, sondern auch die Erfahrung nach dem Kauf bestimmen das Produkterlebnis und somit über Erfolg im E-Commerce. 

PXM endet nicht mit der Bestellung

Die After-Sales-Phase eröffnet zahlreiche Möglichkeiten zur Optimierung des Einkaufserlebnisses, etwa durch ergänzende Produktangebote und Services wie Ersatzteile oder Reparaturen. Gerade im B2B-Umfeld erwarten Kunden dabei detaillierte Informationen zu Wartungsintervallen und Garantiebedingungen. Nur so können Unternehmen branchenspezifische Normen, gesetzliche Dokumentationspflichten oder Umweltauflagen zuverlässig erfüllen. 

Ein zentrales MDM-System bildet die Grundlage für diese Informationsflüsse. Darauf aufbauende After-Sales-Lösungen sorgen insbesondere in komplexen B2B-Szenarien wie im Maschinen- und Anlagenbau durch einen Digital Twin für maximale Transparenz. Dabei handelt es sich um ein digitales Abbild einer Maschine, das eine präzise Identifikation von Ersatzteilen sowie die lückenlose Dokumentation aller relevanten Serviceprozesse ermöglicht.  

PXM ist nur ein Aspekt einer positiven Customer Experience 

Überzeugender digitaler Service ist komplex, aber möglich. Vor allem für Unternehmen, die offen für neue Technologien und Strategien sind. Das Handelskraft Trendbuch 2026 „High Noon“ greift aktuelle Themen auf, ordnet sie realistisch für unterschiedliche Branchen ein und liefert hilfreiche Impulse für die Praxis. Es steht hier kostenfrei zum Download bereit

Handelskraft Trendbuch „High Noon“ Christian Otto Grötsch
ist Gründer und Managing Director von dotSource.

Bildquelle: dotSource

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