PXM Maturity Report Europe

Product Experience als Steuerungsinstrument: Das kann man von Europas reifsten Marken lernen

< zurück

Seite: 2/4

Anbieter zum Thema

Branchen‑Insights: Wer führt, und warum

Top-Segmente liegen dort, wo Produkte erklärungsbedürftig sind und strukturierte Daten voraussetzen.  Dazu zählen etwa Recovery & Faszientraining (4,14), Kitchen & Home Appliances (3,91) oder Health Tech & Consumer Medical (3,81). 

Am unteren Ende stehen Segmente mit FMCG-Logik oder hoher SKU-Dichte, wie Premium Food & Confectionery (2,50), Water Treatment & Purification (2,68) oder klassische Damenmode-Kategorien (2,80).

Der Musterzusammenhang ist eindeutig: Je stärker ein Segment in Richtung FMCG tendiert, desto schwächer die Product Experience. Grund sind fragmentierte Daten, geringe Differenzierung auf Produktebene und fehlende Investitionen in strukturierte Inhalte. PXM lohnt sich zuerst dort, wo Produkte viele Merkmale haben. Technik braucht Konfiguration. Wer Komplexität verkauft, muss Daten ordnen. Diese Segmente investieren früh in Datenstruktur, Nutzenargumentation und kanalübergreifende Konsistenz.

Aber auch in den Segmenten, die von einer konsistenten PXM am meisten profitieren, gibt es große Unterschiede zwischen Top- und Low-Performer. Im Bereich Kinder & Familie trennen den Top-Performer LEGO über 2,5 Punkte vom Schlussfeld. Wer früh Standards setzt, vergrößert den Abstand.

Technologische Reife ist der stärkste Hebel für den Gesamt‑Score. Marken mit hoher Digitaler Reife heben automatisch Content‑, Daten‑ und Retail‑Performance. Jeder Fortschritt von +0,5 Punkten in dieser Dimension korreliert mit einem Anstieg des Brand Scores von bis zu +0,42.

Best Practices:

  • Samsung Home Appliances kombiniert Schema.org‑Tiefe, Page‑Performance und Smart‑Home‑Integration und erreicht im Segment einen D6‑Score (dieser misst die technische Infrastruktur) von über 4,3.
  • Nike führt im Segment Premium Sportswear & Athleisure mit dem höchsten D6-Score (4,78) und zeigt, wie ein konsequenter digitaler Stack Produktdaten skalierbar und kanalübergreifend konsistent macht.
  • Louis Vuitton zeigt, dass auch Luxury-Brands technologisch führend sein können: mit dem höchsten D6-Score im Segment Luxury Fashion & Leather Goods (4,11) gelingt hochwertiges Storytelling ohne Performance-Verlust.

Dem gegenüber stehen Heritage‑Brands mit starkem Content, aber veralteter Infrastruktur, hier limitiert Technologie die Skalierung sichtbar.

Kids & Family

Tonies und Lego führen das Segment an, BabyBjoern folgt als starker Dritter. Ausschlaggebend sind klare Produktarchitekturen, alters  und nutzungsbasierte Strukturierung sowie die Verbindung von Hardware, Content und Apps. Produkt Experience Management (PXM) ist hier Grundvoraussetzung, keine Kür! 

Bad & Sanitär

Grohe, Geberit und Hansgrohe/AXOR zeigen, wie PXM in einer B2B2C Welt funktioniert. Planungs-Tools, BIM-Daten und identische Produktlogiken über Website, Großhandel und Fachhändler hinweg sichern vordere Platzierungen mit über 4,3 Punkten.  

Werkzeuge & Garten

Hilti (4,81) und Kärcher (4,59) führen das Segment, Bosch Power Tools folgt als Dritter (4,37). Alle drei zeigen unterschiedliche Wege zum gleichen Ergebnis: Profi- und Consumer-Zielgruppen werden getrennt adressiert, Zubehör-Logiken systematisch ausgespielt. Das Segment gehört zu den stärksten im gesamten Index.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung