PXM Maturity Report Europe

Product Experience als Steuerungsinstrument: Das kann man von Europas reifsten Marken lernen

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PXM, KI und Agentic Commerce: Wer vorbereitet ist

Marken mit hoher Daten‑ und Tech‑Reife sind besonders gut auf AI‑getriebene Kaufentscheidungen vorbereitet. Lego, Samsung oder Bosch verfügen über strukturierte Attributsets, saubere Taxonomien und konsistente Produktlogiken; also genau das, was KI‑Agenten benötigen.

Marken ohne strukturierte Produktdaten – etwa in Premium Food oder Haircare Devices – geraten zunehmend ins Hintertreffen.

Die zwei systemischen Schwächen im europäischen Commerce

1. Die Retail‑Content‑Lücke

62 Prozent aller analysierten Marken investieren mehr in ihre eigene Product Experience als in die Aktivierung auf Händler‑ und Marktplatz‑Touchpoints, obwohl dort ein Großteil des Umsatzes entsteht. Die durchschnittliche Lücke zwischen Owned und Retail beträgt 0,17 Punkte.

Das bedeutet: Content existiert, er wird nur nicht dorthin gebracht, wo Kaufentscheidungen fallen. Besonders ausgeprägt ist diese Lücke in den Branchen Cycling (+0,32), Health & Wellness (+0,24) und Beauty & Personal Care (+0,21).

Typische Fehler:

  • Exzellente D2C‑Produktseiten, aber minimale Präsenz auf Marktplätzen (inkonsistente Markendarstellung)
  • Keine systematische Content‑Syndication
  • Retail Media wird eingekauft, ohne die Ziel‑PDPs zu beherrschen: Unternehmen buchen bezahlte Werbeflächen bei Händlern oder Marktplätzen, zum Beispiel Sponsored Products, Banner, Suchanzeigen oder Kampagnen auf Plattformen wie Amazon, Douglas, MediaMarkt, dm, oder Zooplus. Der Fehler besteht darin, dass sie Geld ausgeben, um Nutzer auf eine Produktdetailseite beim Händler zu lenken, diese Seite aber inhaltlich nicht stark genug ist.

2. Die Digital‑Maturity‑Lücke

Die zweite, noch gravierendere Schwäche liegt in der technologischen Basis. Sie ist in 23 Segmenten die schwächste Dimension. Kein einziges Segment weist sie als Stärke auf. 

Besonders betroffen sind Spirits & Premium Beverages (2,69), Coffee (2,78) sowie Watches & Jewelry (2,92). Fehlende Schema.org‑Auszeichnung, schwache Page Performance und veraltete Tech‑Stacks gefährden hier nicht nur Conversion, sondern zunehmend auch Sichtbarkeit gegenüber Suchmaschinen und KI‑Agenten.

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