Retourenmanagement Retouren-Quote: Sechs von zehn Händlern zahlen die Rücksendung inzwischen selbst 

Von Konstantin Pfliegl 2 min Lesedauer

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Die Retouren-Quote bleibt für den E-Commerce ein Dauerthema. Doch immer mehr Händler tragen die Rücksendekosten selbst – für mehr Kundenbindung.

(Bild:  © intha/stock.adobe.com)
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Das Thema Retouren beschäftigt auch 2026 den E-Commerce: Der  Anteil der Händler, die von steigenden Retouren-Quoten berichten, ist gegenüber 2025 von 14,7 Prozent auf 18,7 Prozent gestiegen. Der Anteil der Händler in der DACH-Region mit einer artikelbezogenen Retouren-Quote von maximal 10 Prozent liegt inzwischen bei 66,7 Prozent. Immerhin ist der Anteil der Händler mit einer Retouren-Quote von mehr als 20 Prozent leicht von rund 25 Prozent auf 23,6 Prozent gesunken. Das ergeht aus einer aktuellen Befragung des EHI Retail Institute hervor.

Retouren-Quoten: Große Unterschiede nach Branchen

Die Entwicklung der Retouren-Raten unterscheidet sich deutlich nach Sortimenten und Geschäftsmodellen. Fashion bleibt weiterhin das Retouren-intensivste Sortiment. Dieses Jahr lagen knapp 70 Prozent der Händler in diesem Bereich bei einer Retouren-Quote von mehr als 20 Prozent, 2025 waren es noch 65,3 Prozent.

Deutlich positiver entwickelte sich die Situation bei Consumer Electronics. Der Anteil der Händler mit einer Retouren-Quote von maximal 10 Prozent stieg dort von 85,7 Prozent auf 94,5 Prozent. Der Anteil mit mehr als 20 Prozent Retouren sank von 4,8 Prozent auf 0 Prozent.

Trotz hoher Retouren-Quote: Immer mehr kostenlose Rücksendungen

Interessant: Kostenlose Retouren gewinnen wieder mehr an Bedeutung. Eine der deutlichsten Veränderungen betrifft die Übernahme der Retouren-Kosten. Dieses Jahr übernahmen über 60 Prozent der befragten Händler die Rücksendekosten vollständig. Zum Vergleich: 2025 waren es noch 49,2 Prozent. Der Anteil der Händler, welche die Kosten für Rücksendungen vollständig an die Kunden weitergeben, sank zudem von 18,0 Prozent auf 10,6 Prozent. 

Als Gründe für die Übernahme der Kosten nannten die Befragten insbesondere Kundenzufriedenheit und Kundenbindung. Doch für die Händler erhöht sich damit zugleich der wirtschaftliche Druck. Ihnen ist aber bewusst, dass Retouren zunehmend als strategisches Instrument der Kundenbindung und -kommunikation verstanden werden.

Da verwundert es nicht, dass der Rücktransport mit 70,6 Prozent der meistgenannte Kostentreiber bei der Retouren-Bearbeitung bleibt. Prüfung und Wiederaufbereitung wurden dagegen seltener als größter Kostentreiber genannt: Ihr Anteil sank von 63,1 Prozent auf 52,9 Prozent. Gut 33 Prozent geben die Kosten mit bis zu 5 Euro an, fast 20 Prozent mit 5 bis 10 Euro und weitere 20 Prozent mit 10 bis 20 Euro an.

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