Transformation der Prozesse Transportmanagement: Bedeutung von KI hat stark zugenommen

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 3 min Lesedauer

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Die neue Transportmanagement-Benchmark-Umfrage der Descartes Systems Group zeigt, dass 97 Prozent der befragten europäischen Verlader und Logistikdienstleister KI für die Transformation ihrer Transportprozesse nutzen – von der automatisierten Dateneingabe bis zur Routenoptimierung.

(Bild:  Descartes Systems Group)
(Bild: Descartes Systems Group)

Laut der neuen europäischem Umfrage für den  Transportmanagement-Benchmark von Descartes Systems hat sich künstliche Intelligenz zu einem integralen Bestandteil des Transport- und Logistikmanagements entwickelt. Demnach nutzen 97 Prozent der befragten europäischen Verlader und Logistikdienstleister KI für die Transformation ihrer Transportprozessevon der automatisierten Dateneingabe bis zur Routenoptimierung. Für die Descartes-Studie 2025 wurden 300 hochrangige Entscheidungsträger bei Verladern und Logistikdienstleistern in Europa befragt.

Elmer Spruijt Descartes Transportmanagement
Elmer Spruijt ist VP Transport Management EMEA bei Descartes.
(Bild: Descartes Systems Group)

Elmer Spruijt, VP Transport Management EMEA bei der Descartes Systems Group, kommentiert die Ergebnisse der Benchmark-Umfrage: „Die weit verbreitete Nutzung von KI verdeutlicht das Engagement für technologische Innovation und Digitalisierung in der Logistikbranche. Die Frage ist nicht mehr, ob Unternehmen KI für das Transportmanagement einsetzen, sondern wie tief sie in Entscheidungsprozesse und Betriebsabläufe integriert ist. Und genau hier heben sich Marktführer von der Masse ab.“

Die weit verbreitete Nutzung von KI verdeutlicht das Engagement für technologische Innovation und Digitalisierung in der Logistikbranche.

Elmer Spruijt, Descartes

Transportmanagement: Strategische Nutzung von KI

Obwohl KI flächendeckend angewendet wird, nehmen finanziell erfolgreiche Unternehmen eine deutliche Vorreiterrolle ein. Innerhalb dieser Gruppe nutzen 61 Prozent KI für die automatisierte Dateneingabe und 52 Prozent für Frachtprognosen. Auffällig ist, dass Marktführer KI auch häufiger als andere Unternehmen für strategische Anwendungen einsetzen, etwa für die dynamische Preisoptimierung und für die Rampenplanung (jeweils 39 Prozent).

Branchenweit konzentriert sich der Einsatz von KI im Transport- und Logistikbereich derzeit vor allem auf die Automatisierung von Prozessen und die Verbesserung der Entscheidungsfindung. So nutzen beispielsweise 41 Prozent der Befragten KI zur Automatisierung der Dateneingabe und zur Aufbereitung unstrukturierter Daten. Darüber hinaus setzen 37 Prozent KI zur Routen- und Ladungsoptimierung ein, während 32 Prozent sie für die Ladungszusammenführung und den Kapazitätseinkauf nutzen. Zudem gaben 29 Prozent der Befragten an, KI für Frachtprognosen einzusetzen.

Bei KI-Einsatz liegen Verlader vor Logistikdienstleistern

Bei der Nutzung von KI liegen die Verlader vor den Logistikdienstleistern.(Bild:  Descartes Systems Group)
Bei der Nutzung von KI liegen die Verlader vor den Logistikdienstleistern.
(Bild: Descartes Systems Group)

Die Descartes-Studie zeigt außerdem einen technologischen Vorsprung von Verladern gegenüber Logistikdienstleistern. So nutzen beispielsweise 45 Prozent der Verlader KI für die Automatisierung der Dateneingabe, verglichen mit 36 Prozent der Logistikdienstleister. Ein ähnlicher Unterschied zeigt sich bei der Routen- und Ladungsoptimierung: 42 Prozent der Verlader und 31 Prozent der Logistikdienstleister setzen dafür KI ein. Dies spiegelt die hohe technologische Investitionsbereitschaft insbesondere der Verlader im Bereich Transportmanagement wider, die mit ihrer direkten Verantwortung für die Lieferkette einhergeht.

Generative KI als Priorität beim Transportmanagement

Über die aktuellen Anwendungsbereiche hinaus gewinnt generative KI zunehmend an strategischer Bedeutung. Ein Viertel der Befragten nennt die Einführung generativer KI-Tools als wichtige Strategie zur Verbesserung der Betriebsabläufe und des Kundenservices.

Zur Methodik der Studie: Seit 2017 führt Descartes jährlich eine Benchmark-Studie bei Verantwortlichen für Transportmanagement und Logistik durch, um Strategien, operative Ansätze und Erwartungen in der Branche zu analysieren. Die Teilnehmer repräsentieren ein breites Spektrum an Fach- und Führungskräften, die sowohl bei Verladern als auch bei Logistikdienstleistern in Nordamerika und Europa für Transportprozesse verantwortlich sind, und ermöglichen so eine ausgewogene Sicht auf das Transportmanagement. Für den europäischen Teil der Studie wurden 300 Führungskräfte aus dem Transportmanagement befragt, davon jeweils 75 aus Deutschland, dem Vereinigten Königreich, Frankreich sowie aus Belgien und den Niederlanden.
Die Descartes Systems Group ermöglicht effizientere, sicherere und nachhaltigere Lieferketten in seiner Plattform Global Logistics Network (GLN), in dem Versender, Spediteure und Logistikdienstleister zusammenarbeiten.

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