gesponsertAI Search & Retrieval im Handel Warum Produktsuche zur KI-Infrastruktur wird

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Die Algolia-Studie zeigt: Verbraucher erwarten von KI Hilfe beim Finden, Vergleichen und Entscheiden. Für Händler wird Produktsuche damit zur Infrastruktur für personalisierte Commerce-Erlebnisse, KI-Assistenten und Agenten.

(Bild:  ALGOLIA Inc.)
(Bild: ALGOLIA Inc.)

Die Produktsuche im E-Commerce wird häufig unterschätzt. Viele Händler behandeln sie noch immer als funktionale Ergänzung ihres Webshops: ein Feld oben auf der Seite, das Kunden nutzen, wenn Navigation und Kategorien nicht ausreichen.

Diese Sicht wird der Realität nicht mehr gerecht. Produktsuche ist heute weit mehr als ein Suchfeld. Sie beeinflusst, welche Produkte auf Kategorieseiten sichtbar werden, welche Empfehlungen Kunden erhalten, wie ein Service-Chatbot antwortet und welche Optionen ein Shopping-Assistent vorschlägt. Sie wird zunehmend zur Retrieval-Schicht des Commerce: zur Ebene, die relevante Informationen in Echtzeit auffindbar, vergleichbar und nutzbar macht.

Mit generativer KI und agentischen Anwendungen wird diese Infrastruktur noch wichtiger. Die zentrale Frage lautet nicht mehr nur, wie Menschen Produkte in einem Shop finden. Sie lautet: Wie erhalten Menschen und KI-Systeme jederzeit die richtigen Produktinformationen, um fundierte Kaufentscheidungen zu treffen?


Verbraucher erwarten Entscheidungshilfe statt Technologie

(Bild:  ALGOLIA Inc.)
(Bild: ALGOLIA Inc.)

Die aktuelle Algolia-Verbraucherstudie unter 1.000 deutschen Konsumenten zeigt, dass die Akzeptanz von KI im Handel wächst. 41,6 Prozent der Befragten erwarten bessere Online-Shopping-Erlebnisse durch KI. Bei den unter 35-Jährigen liegt dieser Wert deutlich höher.

Aussagekräftiger ist jedoch, wo Verbraucher einen konkreten Nutzen sehen: 39,1 Prozent möchten mithilfe von KI neue Produkte entdecken, die zu ihren Interessen passen. 35,6 Prozent sehen Vorteile in KI-gestützten Kundenservice-Chatbots. Rund ein Drittel wünscht sich digitale Shopping-Assistenten bei der Produktauswahl.

Die Botschaft ist klar: Verbraucher wollen KI nicht als Selbstzweck. Sie wollen Orientierung, weniger Aufwand und bessere Entscheidungen.

42,4 Prozent erwarten zudem präzise Suchergebnisse, unabhängig davon, wie sie ihre Anfrage formulieren. Kunden suchen selten in der Sprache eines Produktkatalogs. Es geht also nicht nur um Keywords. Es geht darum, Intentionen zu verstehen und relevante Ergebnisse bereitzustellen: in der Suchleiste, auf Produktlisten und Kategorieseiten, in Empfehlungen, Beratungserlebnissen und Chatbots.

LLMs brauchen eine verlässliche Commerce-Grundlage

Generative KI kann Fragen verstehen, Informationen zusammenfassen und dialogische Einkaufserlebnisse schaffen. Ein LLM allein ist jedoch keine verlässliche Grundlage für Commerce-Entscheidungen. Es ist nicht darauf ausgelegt, aus Hunderttausenden Artikeln zuverlässig das passende Produkt auszuwählen und dabei Preis, Verfügbarkeit, Aktualität, Sortiment, Berechtigungen und geschäftliche Prioritäten zu berücksichtigen.

Eine moderne Retrieval-Schicht liefert diese Grundlage: aktuelle und faktisch verankerte Produktinformationen, Filterung, Ranking, Berechtigungen, Business-Regeln und Nachvollziehbarkeit. Das Sprachmodell kann anschließend mit diesen Ergebnissen arbeiten: vergleichen, erklären, empfehlen oder Rückfragen beantworten.

Im Kern ist das Retrieval-Augmented Generation, kurz RAG, auf den E-Commerce übertragen. Das Sprachmodell erzeugt Sprache. Retrieval stellt sicher, dass diese Sprache auf den richtigen Informationen basiert.

KI braucht geschäftliche Leitplanken

Gerade im Handel darf KI nicht losgelöst von geschäftlichen Zielen arbeiten. Ein guter Vorschlag für den Kunden ist nicht automatisch ein guter Vorschlag für das Geschäft, wenn er ausverkaufte Produkte enthält, Compliance-Vorgaben ignoriert oder Merchandising-Ziele unterläuft.

Händler benötigen daher KI innerhalb klarer Leitplanken. Sie müssen margenstarke Produkte fördern, strategische Marken priorisieren, nicht verfügbare Artikel ausblenden, regionale Sortimente berücksichtigen und Kampagnen steuern können. Ebenso wichtig ist die Nachvollziehbarkeit: Warum wurde genau diese Empfehlung ausgespielt?

Die Zukunft lautet deshalb nicht: KI entscheidet. Sie lautet: KI unterstützt Entscheidungen innerhalb klar definierter Geschäftsregeln. Retrieval verbindet dabei Kundennutzen mit Geschäftslogik.

Die Nutzer von Commerce-Erlebnissen verändern sich

(Bild:  ALGOLIA Inc.)
(Bild: ALGOLIA Inc.)

Die Studie deutet auf einen weiteren Wandel hin: 71,8 Prozent der Befragten würden einen KI-Agenten nutzen, der für sie den besten Preis über verschiedene Händler hinweg findet. 65,8 Prozent würden sich benachrichtigen lassen, sobald ein gewünschter Artikel wieder verfügbar ist.

Verbraucher sind damit zunehmend bereit, Routinetätigkeiten an KI-Systeme zu delegieren.

Heute nutzen vor allem Menschen Produktsuche, Produktlisten und Kategorien eines Shops. Künftig werden auch Shopping-Agenten, digitale Assistenten und interne Copiloten Produktinformationen abfragen. Menschen navigieren und browsen; Agenten rufen strukturierte Informationen ab.

Fazit

Die Algolia-Studie zeigt: Verbraucher akzeptieren KI dort, wo sie Orientierung bietet, Entscheidungen vereinfacht und Zeit spart.

Für Händler folgt daraus ein Perspektivwechsel. Produktsuche ist keine isolierte Funktion im Webshop mehr. Sie wird zur Retrieval-Schicht hinter personalisierten Produktlisten, Empfehlungen, Chatbots, Shopping-Assistenten und künftigen Agenten.

Der langfristige Wettbewerbsvorteil liegt deshalb nicht allein im leistungsfähigsten Sprachmodell. Er liegt in einer Commerce-Infrastruktur, die hochwertige Produktdaten, Retrieval, Personalisierung, Ranking, Business-Regeln und Governance miteinander verbindet.

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