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Zahlungsmöglichkeiten im E-Commerce: Ein Überblick für Händler

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Mobile Payment Wallets, BNPL und Wero

Apple Pay und Google Pay

Mit dem Siegeszug der Smartphones haben Mobile Payment Wallets einen beachtlichen Aufstieg erfahren. Zahlungsdienste wie Apple Pay und Google Pay sind besonders benutzerfreundlich, indem sie das Zahlen per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung ermöglichen. Diese Methode gewinnt besonders bei technikaffinen Käufern an Beliebtheit.

Die Gebühren für den Händler sind oft vergleichbar mit denen von Kreditkarten. Der Vorteil für den Kunden ist, dass zum Beispiel die bei Apple Pay hinterlegten Kartendaten nicht an den Händler weitergegeben werden. Dafür erhält jedoch der Mobile-Payment-Wallet-Dienstleister wie Apple alle Informationen über die Käufe.

Vorteile:

  • Schnelligkeit und Kundenzufriedenheit
  • Vergleichsweise hohe Sicherheit

Nachteile:

  • Hohe Transaktionsgebühren
  • Abhängigkeit von einem Drittanbieter
  • Datenschutzbedenken

Buy now, pay later (BNPL)

Das BNPL-Modell ermöglicht es Verbrauchern, Produkte sofort zu erhalten und später in Raten oder einem Gesamtbetrag zu bezahlen. Für Händler bedeutet „Buy now, pay later“ häufig höhere Konversionsraten und einen höheren Bestellwert.

Die Zahlungsabwicklung erfolgt bei BNPL in der Regel über Zahlungsdienstleister wie Klarna oder Riverty.

Vorteile:

  • Erhöhte Conversion-Rate
  • Höherer Warenkorb-Wert
  • Geringes Zahlungsrisiko, da Dienstleister das Kreditrisiko und Inkasso übernehmen

Nachteile:

  • Höhere Kosten
  • Abhängigkeit von einem Drittanbieter

Wero

Und dann gibt es noch die europäische Zahlungsinitiative (EPI) mit Wero. Das Ziel: Paypal den Rang ablaufen. Das Projekt wird derzeit von 16 europäischen Banken und Zahlungsdienstleistern getragen. 

Um mit Wero bezahlen zu können, braucht es auch die Unterstützung der eigenen Bank. Die Sparkassen sowie die Volks- und Raiffeisenbanken haben die neue Zahlungslösung im E-Commerce bereits eingeführt. In den kommenden Wochen und Monaten sollen weitere Banken folgen: zunächst Postbank und Deutsche Bank, anschließend ING Deutschland und Revolut. Auch Zahlungsdienstleister haben ihre Unterstützung angekündigt. Unzer ist einer der ersten, der Wero für E-Commerce-Zahlungen in Deutschland einführt.

Vorteile:

  • Zahlungen werden in Sekunden direkt vom Girokonto überwiesen – ohne Umwege.
  • Nutzt moderne Bankstandards wie TAN und Zwei-Faktor-Authentifizierung, ohne sensible Daten weiterzugeben, und ist DSGVO-konform.
  • Geringe Transaktionskosten für Händler

Nachteile:

  • Derzeit noch wenig Unterstützung seitens der Banken
  • Momentan nur in Deutschland, Belgien und Frankreich verfügbar
  • Technische Abhängigkeit – erfordert ein Smartphone beim Käufer

Fazit

Im E-Commerce gibt es keine universelle Zahlungsstrategie. Vielmehr sollten Unternehmen auf ein flexibles und auf Kundenbedürfnisse abgestimmtes Zahlungsportfolio setzen, um sich in einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld erfolgreich zu positionieren. Dabei gilt es stets, eine Balance zwischen Sicherheit, Kosten und Benutzerkomfort zu finden.

Spannend wird die weitere Entwicklung von Wero. Paypal den Rang ablaufen – das haben die deutschen Banken schon einmal probiert mit Paydirekt und Giropay. Diese Zahlungsmethoden endeten allerdings recht schnell als Rohrkrepierer. Die Frage wird sein, ob die Kunden das Thema Zahlungssouveränität kritisch genug sehen, um Paypal den Rücken zu kehren.

Payment-Lösungen – Zahlungsmöglichkeiten – Check-outKonstantin Pfliegl
ist leitender Redakteur für das e-commerce magazin und DIGITAL BUSINESS. Er verfügt über mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung als Journalist für verschiedene Print- und Online-Medien.

Bildquelle: Foto Marquart, Tutzing

[Update 05.02.2026: Der Artikel wurde aktualisiert und um die Zahlungsmethode Wero ergänzt.]

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