Die Logistikbranche liefert viel Spielraum, die steigende Nachfrage nach ökologischer Nachhaltigkeit zu befriedigen. Die Möglichkeiten reichen von eigener, grüner Stromversorgung bis hin zu vermeintlich unscheinbaren Details wie Beleuchtung.
(Quelle: P3 Logistic Parks)
Nachhaltigkeit und E-Commerce müssen Hand in Hand gehen. Die grüne Logistik spielt hier eine bedeutende Rolle. Logistikimmobilienentwickler stehen vor der Herausforderung, den Bau und Betrieb ihrer Immobilien möglichst ressourcenschonend zu gestalten.
So kann eine genaue Planung der Nachhaltigkeitsmaßnahmen einer Immobilie die Verschmutzung von Wasser, Luft und Boden deutlich reduzieren. P3 hat das erklärte Ziel, dass alle Immobilien mindestens den BREEAM-Standard (Building Research Establishment Environmental Assessment Method) „Sehr gut“ erhalten. Einige von ihnen übertreffen sogar dieses Niveau und sind in ihren jeweiligen Regionen Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit. Ein prominentes Beispiel ist „P3 Echt in den Niederlanden“. Die 2021 fertiggestellte, 100.000 Quadratmeter große Immobilie hat die begehrte Auszeichnung „Herausragend“ erhalten und ist damit eines der nachhaltigsten Logistikzentren, das je in den Niederlanden gebaut wurde.
Konkrete Maßnahmen für langfristig nachhaltige Logistikimmobilien
Insbesondere bei Neubauten kommen ökologische Aspekte und nachhaltige Bauweisen immer öfter zum Tragen. Moderne Immobilienentwicklung sollte die ökologischen Folgen ihrer Objekte möglichst geringhalten. Entweder in Form von Brownfield-Projekten (belastete Grundstücke oder Industriebrachen), bei denen Entwickler Flächenversiegelung durch die Sanierung bestehender Gebäude vermeiden, oder durch möglichst umweltfreundliche Greenfield-Projekte (Grüne-Wiese-Projekte). Eine gute Orientierung bietet das sogenannte Trias Energetica-Modell, das drei Schlüsselprinzipien zur Energieeinsparung folgt: Begrenzung des Energiebedarfs durch effizientere Nutzung, Einsatz erneuerbarer Energiequellen und möglichst saubere und effiziente Nutzung fossiler Brennstoffe. Ressourcenbewusste Entscheidungen in jeder Phase des Bauprozesses tragen dazu bei, den Verbrauch von Materialien, Energie und Abfall zu reduzieren. Und auch im Betrieb sorgt etwa der Einsatz von LED-Beleuchtungen, Wasser- und Abfallmanagementsystemen sowie einer Dashboard-App mit aktuellen Informationen zum Strom-, Wasser- und Gasverbrauch für einen respektvollen Umgang mit den Umweltressourcen.
Für den Bau der Logistikimmobilie in Obertraubling verwendete P3 recyclebare Baumaterialien von lokalen Bauunternehmen, um möglichst umweltschonend zu bauen und den CO2-Fußabdruck gering zu halten. Zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume von Flora und Fauna wurden zudem 35.000 Quadratmeter Ausgleichsfläche erworben, auf der neben hochwertigen Begrünungsmaßnahmen auch ein naturnah gestaltetes Rückhaltebecken angelegt wurde. Darüber hinaus senken hocheffiziente Wasseranlagen und LED-Beleuchtungssysteme mit Bewegungssensoren den Wasser- und Stromverbrauch im laufenden Betrieb des Logistikparks.
Grüne Logistik: Energie aus eigener Herstellung
Logistikimmobilien werden auch zunehmend zu Selbstversorgern. Photovoltaik-Technologie auf den Dächern von Logistikimmobilien spielen für den Betrieb und klimaneutrale Lieferketten eine zentrale Rolle. Auf den oft mehrere tausend Quadratmeter großen Dachflächen können Entwickler leistungsstarke Solaranlagen installieren. Diese Anlagen bieten nicht nur kostengünstigen Ökostrom, sondern tragen auch erheblich zur Senkung der CO2-Emissionen und des Flächenverbrauchs bei. Künftig könnten diese PV-Anlagen durch das Konzept „Vehicle to Grid“ sogar grünen Strom in die vorhandene Ladeinfrastruktur für die E-Mobilität einspeisen und damit eine wichtige Rolle in der Mobilitätsrevolution spielen. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und auch hohe Nachhaltigkeitsansprüche können nicht über Nacht erfüllt werden.
Dafür bedarf es der Implementierung neuer Strukturen und den Mut, neue Initiativen zu ergreifen. Langfristig setzen sich die Vorteile des nachhaltigen Bauens jedoch durch. Ressourcenschonende sowie optimal aufeinander abgestimmte logistische Prozesse sind nicht nur Voraussetzung für leistungsstarke Unternehmen und Organisationseinheiten, sondern sparen zudem Energie, Kosten und Zeit.
Diese freien Budgetkapazitäten können wiederum neu investiert werden. Grüne Logistik -Projekte reduzieren CO2-Emissionen und den generellen Ressourcenverbrauch, wodurch Immobilien für Mieter effizienter und damit auch attraktiver werden. Eine Investition in nachhaltige Logistikimmobilien ist folglich eine Investition in die Zukunft, die sich für Markt und Umwelt auszahlt.
Stand: 16.12.2025
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Der Autor Sönke Kewitz ist Geschäftsführer von P3 Logistic Parks Deutschland, einem langfristigen Eigentümer und Entwickler von europäischen Logistikimmobilien. Seit mehr als zwei Jahrzehnten investiert und entwickelt das Unternehmen und ist in elf Ländern aktiv.