Intralogistik

E-Commerce im Peak: Mit Edition GO schneller live

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KI-Assistenten, No- und Low-Code & Cloud-Anbindung

Was bringt Edition GO speziell dem Handel und E-Commerce?

Andreas Schellmann: GO bündelt Best Practices für Retail: Wareneingang, Einlagerung, Pick-Strategien, Versand, Retouren. Gerade in Peaks – Aktionen, Saisons, Black Friday – zählen robuste Standardprozesse, die sich per Parametrik feinjustieren lassen. Der Charme liegt im schnellen Nutzen: rascher Start, planbare Kosten, späterer Ausbau mit FLEX oder PRO, wenn Komplexität, Automatisierung oder Volumen steigen.

Wie greifen KI-Assistenten in Alltagsprozesse ein – ohne „lose gekoppelt“ zu sein?

Andreas Schellmann: Wir integrieren KI tief in Prozessschritte: vom dynamischen Auftragsstart über Batch-Building bis zur Wegeoptimierung. Die Assistenten arbeiten kontextbezogen, erklären Entscheidungen und schlagen Alternativen vor. Ziel ist nicht ein separater „KI Baustein“, sondern messbarer Mehrwert innerhalb des Workflows – mit Transparenz und Kontrolle.

No- und Low-Code klingt nach Freiheit – wie stellen Sie Qualität und Sicherheit sicher?

Andreas Schellmann: Über Leitplanken. Rollen- und Rechtemodelle, geprüfte Templates, Versionsmanagement und Teststufen sorgen dafür, dass nur qualitätsgesicherte Änderungen in die Produktion ge langen. Governance ist integraler Bestandteil: schnell anpassen, aber nachvollziehbar, auditierbar und konform.

GLOSSAR

WMS (Warehouse Management System): Software zur Steuerung und Optimierung intralogistischer Prozesse von Wareneingang bis Versand.

No-/Low-Code: Entwicklungsansatz mit wenig oder ganz ohne Programmierung; ermöglicht schnellere Anpassungen innerhalb definierter Leitplanken.

Kommissionierung: Zusammenstellung von Artikeln anhand von Aufträgen; zentral für E‑Commerce und Retail.

Batch-Optimierung (Batch-Building): Intelligentes Bündeln von Aufträgen zur Wege- und Zeitersparnis; KI berücksichtigt Topologie, Prioritäten und Kapazitäten. Ausgezeichnet auf der LogiMAT 2025.

Digitale Zwillinge: Virtuelle Abbilder realer Lager zur risikoarmen Simulation und Entscheidungsfindung.

KPI (Key Performance Indicator): Leistungskennzahl, zum Beispiel Pick-Rate, Wege, Durchsatz, Fehlerrate.

NIS-2: EU-Richtlinie zur Cybersicherheit; fordert unter anderem Risikomanagement und Nachvollziehbarkeit.

EU AI Act: EU-Verordnung mit Anforderungen an den Einsatz von KI, insbesondere Transparenz, Risikokontrolle und Governance.

Hybrid-/Cloud-first-Architektur: Kombination bzw. Priorisierung cloudbasierter Dienste mit EU‑Datenräumen, ergänzt um On-Premise, wo erforderlich.

Verändert Cloud die Anbindung von Automatisierung und Partnern? 

Andreas Schellmann: Standardisierte Schnittstellen, Event-Streaming und skalierbare Ressourcen verkürzen Integrationen. Lastspitzen lassen sich elastisch abfedern; neue Standorte werden schneller aus gerollt. Für Partner ist die Integration berechenbarer, für Betreiber sinken Time-to-Value und Betriebslast.

Wird KI in ein bis zwei Jahren tatsächlich Standard in der Intralogistik sein?

Andreas Schellmann: Ja, im Sinne der tiefen Prozessintegration. KI wird zum täglichen Helfer: Aufträge priorisieren, Routen vorschlagen, Ano malien erkennen, Alternativen abwägen – erklärbar und regel konform. Das setzt saubere Daten, Governance und klare Ziele voraus. Dann wird KI vom Experiment zum Produktivstandard.

Ihr Praxistipp für 2026: Wie starten Unternehmen richtig?

Andreas Schellmann: Mit einem klar umrissenen Use Case, der schnell Wirkung zeigt – etwa Batch-Optimierung in einem definierten Bereich. Simulation nutzen, Kennzahlen festlegen, in Sprints ausrollen, skalierbar denken: von GO zu FLEX/PRO. So entsteht Tempo, ohne die Zukunft zu verbauen.

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