Die Metaverse-Technologie steht zwar erst in den Startlöchern, aber führende Einzelhändler sind schon dabei, die neue virtuelle Welt für sich zu nutzen. Wer 2023 im ecommerce erfolgreich sein will, sollte die Macht der verfügbaren Daten nutzen, sei es aus Kundeninteraktionen, Retail-Marktplätzen, Apps oder externen Quellen.
(Quelle: IM_VISUALS, Vadimsadovski – Adobe Stock)
Der aktuellen Bitkom-Trendstudie mit dem Titel „Zukunft der Consumer Technology 2022“ zufolge, wird allein in diesem Jahr der Umsatz mit Consumer Technology, beflügelt durch das neue Metaverse, voraussichtlich 8,7 Mrd. Euro betragen (2021: 8,9 Mrd Euro).
Immer mehr Einzelhandelsunternehmen haben erkannt, welche neuen Möglichkeiten die virtuelle Welt bieten kann. Wer sich ins Metaverse bewegt, kann Kunden darin nicht nur auf eine völlig neue Art und Weise ansprechen, sondern auch anders mit ihnen interagieren. Einige Retailer wie Adidas, Burberry, Gucci und Tommy Hilfiger haben den Trend erkannt und deshalb schon im vergangenen Jahr Metaverse-Immobilien erworben.
Tatsächlich stehen mittlerweile viele Menschen grundsätzlich dem Metaverse offen gegenüber. Die Bitkom-Befragung hat ergeben, dass sich – wenn das Metaverse zuvor kurz erläutert wird – etwa ein Viertel der Befragten vorstellen kann, im Metaverse einzukaufen. Auch wenn die Einschätzungen und Vorhersagen zum Metaverse allgemein sehr unterschiedlich sind, kommen Einzelhändler nicht daran vorbei.
Für sie bieten sich also gute Chancen, ihre Geschäfte ins Metaverse zu bewegen, wenn sie die Möglichkeiten der Daten nutzen. Dabei besteht die Herausforderung nicht darin, nicht genügend Daten zu haben, sondern darin, wie Unternehmen die vorhandenen Daten am besten nutzen können: Das heißt, wie man sicherstellt, dass Daten präzise, zuverlässig und gut organisiert sind. Immer mit dem Ziel, einzigartige Kundenerlebnisse zu schaffen und die Kundenbindung zu stärken.
Insbesondere beim Online-Einkauf sind personalisierte und bedarfsgerechte Erlebnisse, die auf Echtzeit-Daten-Streaming basieren, für Kunden eine Selbstverständlichkeit. Unternehmen, die keinen Zugang zu den aus Echtzeit-Daten-Streaming gewonnenen Erkenntnissen haben, riskieren, Kunden beim Metaverse Shopping an die Konkurrenz zu verlieren. Dies belegt eine im Auftrag von Confluent durchgeführte Studie eindeutig. Demnach haben sich Daten zu einem der wichtigsten Assets für den Unternehmenserfolg entwickelt.
Eine modernisierte Dateninfrastruktur mit Echtzeit-Daten-Streaming ist also unerlässlich, da diese die kontinuierliche Verarbeitung von Daten ermöglicht. Bessere Arbeitsabläufe, mehr Automatisierung und letztlich ein besseres Kundenerlebnis sind die Folge. Wenn Unternehmen also ihre Daten in Echtzeit nutzen, können sie sich auch erfolgreich am Markt behaupten.
Die Krux beim Umgang mit Daten
Je mehr Daten man hat, desto besser kann man auf Preisschwankungen, Engpässe in der Lieferkette und neue Marktteilnehmer reagieren, die mit ihren disruptiven Geschäftsmodellen traditionelle Branchen über Nacht umkrempeln könnten. Dennoch scheinen viele Einzelhändler nicht in der Lage zu sein, den wahren Wert all dieser Daten zu erschließen, um die Kosten zu senken, die Bestände in den Regalen zu sichern sowie den Umsatz und die Rentabilität zu steigern.
Schließlich nützt die bloße Ansammlung großer Datenmengen nichts, wenn sie nicht leicht zugänglich sind und schnell verarbeitet werden können, um präzise Einblicke zu liefern und dynamische Kundenerlebnisse zu ermöglichen. Davon profitiert insbesondere das Management-Team, denn dank der Datenverarbeitung in Echtzeit erhält es sekundengenaue Einblicke in die Online-Aktivitäten. Somit kann sich das Management jederzeit einen detaillierten Überblick über die Bestände in den Filialen und Vertriebszentren verschaffen und problemlos den Status einzelner Bestellungen abrufen.
Ein konstanter Datenfluss garantiert zudem, dass Kunden, die die Unternehmenswebsite besuchen, personalisierte Kaufempfehlungen erhalten und ihnen alternative Produkte vorgeschlagen werden, wenn etwas nicht vorrätig ist, und zwar unter Angabe genauer Lieferzeiten. Somit hat das Unternehmen die sich ändernde Nachfrage nach bestimmten Produkten ständig im Blick und kann die Verfügbarkeit in der Lieferkette optimieren.
Eine besondere Herausforderung im Handel liegt in der Handhabung saisonaler Spitzen. Doch heutzutage müssen Händler ebenso damit rechnen, dass aus anderen, nicht vorhersehbaren Gründen ein sprunghafter Anstieg der Bestellungen auftreten kann. Um hierfür gewappnet zu sein, müssen Händler sicherstellen, dass alle Anwendungen in der Cloud betrieben werden können und dass die Daten in Echtzeit über alle Umgebungen hinweg fließen. Nur so können sie Anwendungen schnell entwickeln und skalieren, was eine Grundvoraussetzung dafür ist, sich in der digitalen Wirtschaft zu behaupten.
Stand: 16.12.2025
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Metaverse Shopping: Profitabel mit Online-Marktplätzen
Viele Händler nutzen die Vorteile der Online-Marktplätze und erweitern ihr Produktangebot durch Drittanbieter. Dies ist eine großartige Idee, um Einnahmeströme zu steigern, doch andererseits wird ihr Backend dadurch noch komplexer als zuvor. Um den finanziellen Erfolg im Jahr 2023 zu sichern, sollten Unternehmen allerdings schon jetzt die Daten verschiedener Einzelhandelsplattformen sowie die Bestandsverwaltung, das Marketing-Engagement, die Kundenprofile und die Lieferkette im Griff haben. Es führt also kein Weg an der Nutzung der Daten in Echtzeit vorbei. Sie sind der einzige Schlüssel für den Geschäftserfolg und dafür, die Kundenerlebnisse zu optimieren.
Reise ins Metaverse
Es wird spannend zu beobachten, wie sich der Einzelhandel 2023 auf die digitalen Herausforderungen einstellt. Spätestens seit Ausbruch der Pandemie haben sich immer mehr Retailer den neuen digitalen Technologien zugewandt, um das Einkaufserlebnis zu verbessern. Ob es um die Einführung virtueller Einkaufsassistenten, Click-and-Collect oder die Lieferung am selben Tag geht – was sie verbindet, sind die Daten. Der Weg ins Metaverse Shopping ist nicht mehr weit. Wer sich auf die Reise dahin begibt, kann seine Kunden in einer völlig andersartigen, außergewöhnlichen Welt mit zahlreichen neuen Möglichkeiten begegnen und für nie zuvor dagewesene Erlebnisse sorgen.
(Bild: Confluent)
Über den Autor: Roger Illing ist Vice President Sales CEMEA bei Confluent.