Regierungspräsidium Darmstadt Asiatische Online-Shops: 95 Prozent der Produkte haben Mängel

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 1 min Lesedauer

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Das Regierungspräsidium Darmstadt nahm mehr als 800 Produkte unter die Lupe, die über einschlägige asiatische Online-Shops vertrieben werden. Das Ergebnis: Lediglich 5 Prozent haben keine Mängel.

(Bild:   Tada Images / Adobe Stock)
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Das Regierungspräsidium Darmstadt hat in Zusammenarbeit mit dem Zoll kürzlich mehr als 800 Produkte geprüft, die über einschlägige asiatische Online-Shops vertrieben werden. Darunter waren Kleidung, Spielzeuge, Schwimmhilfen, Tattoo-Maschinen und -nadeln, Sonnenbrillen, Schutzhelme und Laserpointer. Das Ergebnis: Bei mehr als 95 Prozent der Produkte wurden teils erhebliche Mängel festgestellt.

Zum Beispiel bei Laserpointern wurde eine sicherheitstechnische Teilprüfung durchgeführt. Die dabei festgestellte Laserausgangsleistung überstieg teilweise den zulässigen Grenzwert um das 300-fache. 

Asiatische Online-Shops: Vorsicht geboten

Neben den sicherheitstechnischen Mängeln wurden formale Mängel festgestellt. Bei den meisten Produkten fehlte die Angabe eines Produktverantwortlichen aus der Europäischen Union. Auf einem Großteil der geprüften Angebote befand sich ausschließlich eine Artikelidentifikation der E-Commerce-Plattform, was nicht ausreicht. Eine Bedienungsanleitung in deutscher Sprache war ebenfalls nur selten vorhanden.

Wenn Produkte aus dem Online-Handel, insbesondere auf E-Commerce-Plattformen, erworben werden, sollten Verbraucher  laut dem Regierungspräsidium Darmstadt einige Punkte beachten: Der Preis sollte nicht das alleinige Kriterium sein. Vielmehr sollten schon aus dem Online-Angebot eine Artikelidentifikation, Warn- und Sicherheitshinweise sowie Altershinweise bei Spielzeugen hervorgehen. Wenn dies nicht der Fall ist, dann deutet vieles darauf hin, dass die europäischen Verbraucherschutzanforderungen nicht eingehalten sind. Deshalb gilt ganz besonders: Augen auf beim Online-Kauf.

Das Regierungspräsidium macht keine Angaben dazu, welche asiatische Online-Shops geprüft wurden. Es ist aber davon auszugehen, dass es sich um die einschlägigen Billg-Plattformen handelt.

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