Digitale Werbung Trendmonitor des BVDW: Künstliche Intelligenz beflügelt Online-Werbung

Von Konstantin Pfliegl 1 min Lesedauer

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Online-Werbung boomt: 70 Prozent der Mediaagenturen melden starke Nachfrage. Ein aktueller Trendmonitor des BVDW zeigt, welche Entwicklungen den Markt auf Trab halten.

(Bild:  © Best/stock.adobe.com)
(Bild: © Best/stock.adobe.com)

Der digitale Werbemarkt startete 2026 mit der besten Stimmung seit Jahren: 70 Prozent der Media-Agenturen verzeichnen eine „starke“ Nachfrage, fast doppelt so viele wie im Vorjahr (40 Prozent). Für kommendes Jahr rechnen die Agenturen mit einem Wachstum von acht Prozent. Das zeigt der „Trendmonitor der Mediaagenturen 2026“ von Die Mediaagenturen im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) und Die Mediaagenturen e. V., der auf der Marketing-Messe DMEXCO diese Woche vorgestellt wurde.

Das Video bleibt Spitzenreiter – vorerst

Noch ist das Video das bedeutendste Werbemedium, verliert aber mittelfristig an Rang: In drei bis fünf Jahren erwarten die Agenturen nur noch Platz drei. Eine der größten Herausforderung  bleibt die kanalübergreifende Steuerung von Daten und Wirkung (69 Prozent).

Künstliche Intelligenz treibt neue Dynamik bei Online-Werbung

Mit 94 Prozent sehen fast alle Agenturen KI-Werbung als wachsenden Faktor im Werbemarkt, dicht gefolgt von GEO/SEO (88 Prozent). Klassische Suchmaschinenwerbung verliert dagegen an Bedeutung (nur noch 39 Prozent).

Plattform-Macht bleibt Sorgenkind

Über 80 Prozent der Agenturen sehen die Dominanz einzelner Anbieter kritisch, 69 Prozent erwarten weiter wachsende Marktanteile der Großen. Die Antwort: mehr Kooperationen zwischen lokalen und europäischen Playern.

„Damit lokale und europäische Anbieter im internationalen Werbemarkt Schritt halten können, sollten sie ihre Kräfte zukünftig stärker bündeln. Kooperationen sind wichtige Hebel, um wettbewerbsfähige, attraktive und reichweitengenerierende Inhalte finanzieren zu können“, erklärt Klaus-Peter Schulz, Geschäftsführer von Die Mediaagenturen e. V.

Weitere Erkenntnisse aus dem Trendmonitor 2026: IDs bleiben der Schlüssel zur Steuerung. 92 Prozent der Agenturen halten einheitliche Datenansätze für erfolgskritisch, 69 Prozent setzen auf digitale IDs als zentrales Steuerungsinstrument.

KI verändert auch das Selbstverständnis der Branche und die Rolle von Agenturen: 63 Prozent nutzen Künstliche Intelligenz bereits zur Automatisierung im Alltag, 90 Prozent setzen entsprechende Kompetenzen voraus. Der Fokus verschiebt sich von operativer Umsetzung hin zu strategischer Beratung – mit Kreativität und nachweisbarer Wirkung als neuen Erfolgsfaktoren.

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