E-Commerce-Schule: Shopify

Onlineshop mit Shopify: Deep Dive Check-out, der unterschätzte Umsatzhebel – Teil 4

< zurück

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

Gast-Check-out, Vertrauen & Zahlungsoptionen

4. Biete Gast-Check-outs an

Nicht jede:r Kunde möchte sich erst anmelden müssen, um etwas bei Dir zu kaufen. Laut Baymard brechen 19 Prozent der Kundn den Kauf ab, weil sie kein Kundenkonto anlegen wollen, obwohl das spätere Käufe vereinfachen würde. Abhilfe kann der Gast-Check-out schaffen – eine separate Bestellmöglichkeit ohne Kontoerstellung.  Platziere den Gast-Check-out gut sichtbar im Bestellprozess, um diese Hürde für Deine Kunden zu senken.

5. Erlaube Kunden, ihre Bestellung zu überprüfen

Bestellung als Gast: Es senkt die Hürde für Kunden, die kein Konto anlegen möchten.(Bild:  Shopify)
Bestellung als Gast: Es senkt die Hürde für Kunden, die kein Konto anlegen möchten.
(Bild: Shopify)

Baymard fand heraus, dass 39 Prozent der Kunden den Einkauf abbrechen, wenn im Check-out unerwartete Zusatzkosten auftauchen. Zeige deshalb schon früh im Check-out-Prozess die Gesamtkosten der Bestellung und das voraussichtliche Versanddatum. So können Deine Kunden direkt entscheiden, ob der Kauf in ihr Budget passt und pünktlich ankommt. Zeige im Warenkorb oder beim Check-out alle relevanten Angaben transparent und übersichtlich zur Prüfung: Artikelpreise, eventuelle zusätzliche Steuern, Versandkosten und -optionen sowie mögliche Promocodes. Deine Kunden sollten die vollständigen Kosten kennen, bevor sie ihre Zahlungsdaten eingeben.

6. Vertrauen schaffen durch Sicherheitsgarantien und Social Proof

Wenn dein Shop kein Vertrauen schafft, wird niemand bei Dir kaufen. Vertrauen lässt sich auf vielen Wegen vermitteln: Sicherheitsabzeichen wie HTTPS- oder SSL-Zertifikate, Logos von Zahlungsanbietern, sichtbare Versand- und Rückgabebedingungen oder Kundenbewertungen. Auch eine verlängerte Rückgabefrist gibt Käufern mehr Sicherheit. Laut einer PYMNTS-Umfrage waren 92 Prozent der Befragten besonders zufrieden mit Check-outs, die solche Elemente enthielten.

7. Biete verschiedene Zahlungsoptionen an

Beispiel Colourpop: Der Kosmetikhändler Colourpop zeigt beim Check-out alles Wichtige auf einen Blick.(Bild:  Shopify)
Beispiel Colourpop: Der Kosmetikhändler Colourpop zeigt beim Check-out alles Wichtige auf einen Blick.
(Bild: Shopify)

Viele Verbraucher brechen ihren Kauf ab, wenn ihre bevorzugte Zahlungsmethode fehlt. Das Bezahlen sollte außerdem schnell gehen, denn Kunden haben immer weniger Geduld für langwierige und aufwändige Prozesse.

Um den Wünschen Deiner Kunden beim Bezahlvorgang entgegenzukommen, solltest Du als Händler verschiedene Zahlungsoptionen kennen und anbieten.  Laut einer aktuellen Studie des EHI Retail Institute (2026) sind das die fünf beliebtesten in Deutschland:

  • 1. Paypal
  • 2. Kauf auf Rechnung
  • 3. Lastschrift/Bankeinzug
  • 4. Kredit-/Debitkarte
  • 5. Überweisung/Vorkasse

Auslandszahlungen

Wenn Du international oder europaweit verkaufst, solltest Du Dich auch mit den jeweiligen Bezahlmethoden auseinandersetzen und Zahlungsanbietern in anderen Ländern auseinandersetzen, in denen Deine Kunden leben.

Denn wie der Global Payments Report 2026 zeigt, unterscheiden sich die Zahlungspräferenzen deutlich unter den Märkten. Zwar setzt Europa insgesamt zunehmend auf digitale Wallets, doch lokale Zahlarten bleiben je nach Land extrem wichtig. Eine Übersicht über alle unterstützten Zahlungsanbieter findest Du hier. Die Liste zeigt Dir, welche Zahlungsmethoden und Währungen in den jeweiligen Regionen verfügbar sind.

8. Shop Pay und Shopify Payments

Shopify Payments und Shop Pay klingen ähnlich, lösen aber unterschiedliche Probleme in deinem Check-out.

Shopify Payments ist das integrierte Zahlungsgateway von Shopify. Es verarbeitet Transaktionen direkt über die Plattform. Du sparst Dir damit die Shopify-Transaktionsgebühren, die bei der Nutzung externer Zahlungsanbieter anfallen würden. Die üblichen Gebühren für Kreditkarten gelten weiterhin. Wenn Du Shopify Payments einmal einrichtest, musst Du Dich nicht mehr einzeln bei diversen externen Zahlungsanbietern mit Händlerkonten registrieren. In Deutschland unterstützt Shopify Payments nicht nur die gängigsten Zahlungsmethoden, Deine Kunden können auch mit digitalen Wallets wie Google Pay oder Apple Pay bei Dir bezahlen. 

Shop Pay: So sieht eine Bestellung mit einem Klick aus.(Bild:  Shopify)
Shop Pay: So sieht eine Bestellung mit einem Klick aus.
(Bild: Shopify)

Shop Pay dagegen ist ein Werkzeug für mehr Conversion. Dort können Kunden ihre Zahlungs- und Lieferdaten einmalig speichern und Einkäufe in jedem Shopify-Shop mit einem Klick bezahlen – plattformübergreifend, schnell und sicher. Durchschnittlich nutzen 43 Proeznt der Käufer: Shop Pay als ihre bevorzugte Check-out-Methode. Die Integration von Shop Pay bringt Dir also echte Vorteile, denn der Ein-Klick-Check-out ist viermal schneller als der Standard-Check-out und erhöht die Wiederkaufsrate um 9 Prozent. 

Wenn du dich dafür entscheidest, Shopify Payments zu nutzen, erhältst du Shop Pay automatisch dazu, ohne zusätzliche Gebühren.

9. Langfristige Maßnahme für Conversion und Wachstum

Saisonale Verkaufsphasen wie beim Black Friday oder in der Vorweihnachtszeit bringen oft deutlich mehr Traffic in Deinen Shop und damit auch Belastung für Deinen Check-out. Bereite Dich rechtzeitig darauf vor, indem Du spezielle Check-out-Varianten erstellst und testest, die auf hohe Besucherzahlen und viele gleichzeitige Käufe ausgelegt sind.

Vereinfache den Check-out-Prozess, prüfe, ob Deine Server der Last standhalten, und teste Dein Payment Gateway auf hohe Transaktionsvolumen. Nutze den Check-out- und Konten-Editor, um passende Konfigurationen anzulegen. Simuliere Phasen mit hohen Besucherzahlen im Vorfeld, um mögliche Schwachstellen zu erkennen und zu beheben, bevor sie Deine echten Kunden treffen.

e-commerce magazin – E-Commerce-Schule – ShopifyPia Schratzenstaller
ist Head of Communication Germany bei Shopify.

Bildquelle: Shopify

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung