E-Commerce-Schule: Shopify Onlineshop mit Shopify: Deep Dive Check-out, der unterschätzte Umsatzhebel – Teil 4

Ein Gastbeitrag von Pia Schratzenstaller 6 min Lesedauer

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Das e-commerce magazin führt in der E-Commerce-Schule zu Shopify durch die wichtigsten Schritte zur Eröffnung eines Onlineshops – praxisnah und direkt umsetzbar. Im vierten Teil lernt Ihr, wie wichtig der Check-out für Euren Umsatz ist.

(Bild:  © Dennis/stock.adobe.com)
(Bild: © Dennis/stock.adobe.com)

E-COMMERCE-SCHULE: SHOPIFY

Teil 1: Leitfaden für Setup, Launch und Skalierung

Teil 2: Die passende Sales-Strategie für B2C- und B2B-Shops

Teil 3: Erweiterungen mit dem Shopify App-Store 

Teil 4: Deep Dive Check-out, der unterschätzte Umsatzhebel

Teil 5: Versand, Lieferung und Fulfillment

Die Stärke der Shopify-Plattform liegt in ihrer Anpassungsfähigkeit: Sie bietet dir die Grundlagen, die jedes Business braucht. Gleichzeitig können die Anforderungen an Händler im E-Commerce recht komplex sein. Um wachsenden Erwartungen gerecht zu werden, gibt es verschiedene Erweiterungen für deinen Online-Shop. In der vierten Ausgabe der E-Commerce-Schule geht es um den Check-out.

Für Deine Kunden ist der Weg zur Kasse der letzte Schritt ihrer Customer Journey, doch für dich entscheidet sich an dieser Stelle, ob du Umsatz generierst oder nicht. Das e-commerce magazin erklärt in der E-Commerce-Schule zu Shopify die wichtigsten Stolperfallen im Check-out und wie Du Deine Conversion Rate mit einem benutzerfreundlichen Check-out-Prozess bedeutend steigern kannst.

Die Conversion Rate deines Onlineshops hängt gravierend vom Aufbau und der Effektivität deines Check-outs ab. Eine Uptain-Studie aus dem letzten Jahr zeigte, dass 72 Prozent der Käufer, die einen Artikel in ihren Warenkorb gelegt haben, den Bestellvorgang doch abbrechen. Eine Untersuchung von Baymard (2025) zeigte, dass Onlineshops allein durch Designänderungen im Check-out ihre Konvertierungsrate um bis zu 35 Prozent steigern konnten. Deshalb lohnt es sich, den Aufbau dieser Seite genauer unter die Lupe zu nehmen.

Das einzige Ziel des Check-outs ist es, einen reibungslosen und benutzerfreundlichen Ablauf zu bieten. Wir zeigen dir, wie du die häufigsten Stolperfallen umgehen kannst:

1. Check-out-Prozess: möglichst transparent und benutzerfreundlich.

Möglichst schlanker Check-out: Frage nur die nötigsten Daten bei Deinen Kunden ab.(Bild:  Shopify)
Möglichst schlanker Check-out: Frage nur die nötigsten Daten bei Deinen Kunden ab.
(Bild: Shopify)

Dein Check-out sollte klar strukturiert, schnell und möglichst reibungslos ablaufen. Verzichte auf unnötige Schritte oder Ablenkungen. Nutze nur Formularfelder, die Du wirklich für den Abschluss der Bestellung brauchst: Versandadresse, Rechnungsadresse (falls abweichend) und Zahlungsdaten. Alles andere kannst Du optional anbieten oder weglassen.

Shopifys Check-out nutzt standardmäßig Google-Autocomplete: Sobald Kunden ihre Straße eingeben, werden Stadt und Postleitzahl automatisch ergänzt. Das reduziert Adressfehler und Lieferprobleme — Du musst dafür nichts konfigurieren.

Wenn du Shop Pay nutzt, wird es noch einfacher: Versand- und Zahlungsdaten Deiner Kunden werden sicher verwahrt. Bei Wiederkäufer, die Deinen Onlineshop besuchen, wird die Übersicht bereits vorausgefüllt, das senkt die Hürde nochmals.

2. Navigation: einfach und intuitiv

Bei Shopify ist der One-Page-Check-out für die meisten Pläne Standard, dafür musst Du nichts konfigurieren. Auf Shopify Plus kannst Du im Check-out-Editor zwischen One-Page- und mehrseitigem Layout wählen.

Benötigst Du mehr als eine Seite, sollten Deine Check-out-Texte klar, knapp und verständlich sein, damit Deine Kunden alle Schritte leicht durchlaufen können. Außerdem solltest Du eine Fortschrittsanzeige einbauen. Sie zeigt Deinen Kunden, wo sie sich gerade befinden, und motiviert sie, den Kauf abzuschließen. Wichtige Handlungsaufforderungen wie „Zur Kasse gehen” oder „Bestellung aufgeben” sollten gut sichtbar platziert sein. So leitest Du Deine Kunden gezielt durch den Prozess.

3. Optimierung für mobile Geräte und Seiten regelmäßig testen

A/B-Testing: Es kann Dir dabei helfen, das Design für Deinen Onlineshop zu finden, welches am besten konvertiert.(Bild:  Shopify)
A/B-Testing: Es kann Dir dabei helfen, das Design für Deinen Onlineshop zu finden, welches am besten konvertiert.
(Bild: Shopify)

Der Conversion Rate Report von Uptain zeigt, dass mobil zwar viel gestöbert wird, doch Käufe häufiger am Desktop erfolgen (Desktop mit 2,17 Prozent gegenüber Mobil mit 1,91 Prozent). Um diese Lücke zu schließen, solltest Du Deinen Check-out auch für unterschiedliche Endgeräte – wie Smartphones und Tablets – optimieren. Achte deshalb auf ein nutzerfreundliches Design im Check-out, das auf allen Screengrößen funktioniert, zum Beispiel mit ausreichend großen Touch-Flächen und ohne horizontales Scrolling.

Probiere verschiedene Entwürfe Deines Check-outs aus, um neue Layouts, Funktionen oder App-Integrationen zu testen, ohne Deinen Live-Shop zu verändern. Mit der Vorschaufunktion im Check-out- und Konten-Editor siehst Du direkt, wie deine Änderungen auf unterschiedlichen Geräten wirken.

Führe regelmäßige A/B-Tests durch, um herauszufinden, welche Variante besser performt. Schau Dir regelmäßig Deine Check-out-Analysen, Abbruchraten und das Feedback Deiner Kunden an. So erkennst Du, wo es hakt, kannst gezielt nachbessern und stetig optimieren.

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