Interview

Entirely.ai: Profitmotor statt Kostenfaktor – das neue Marketing mit KI‑Agenten

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Autonome Agenten und digitaler Zwilling

Wie autonom dürfen Agenten agieren – etwa bei Budgetverlagerungen, Segmentierungen oder Creative-Varianten?

Bastian Gerhard: Die Autonomie folgt fest definierten Leitplanken. Budgetrahmen, erlaubte Kanäle, KPI-Ziele und Markenrichtlinien sind hinterlegt. Standardmäßig sprechen Agenten Empfehlungen aus, die Menschen freigeben – inklusive „Kill Switch“ zum sofortigen Stopp. Mit zunehmender Reife lassen sich Autonomiegrade erhöhen, zum Beispiel „autonom bis X Prozent Budgetshift bei belegtem Uplift und stabiler Zielerreichung“.

Welche Vorteile bringt die Agentensteuerung im Kampagnen- und Budgetmanagement ganz konkret?

Bastian Gerhard: Geschwindigkeit, Konsistenz und weniger Waste. Agenten erkennen Performance-Signale früher, testen systematisch, quantifizieren Wirkungen und schlagen Shifts mit Begründung vor. Das verankert Profitziele im Tagesgeschäft, anstatt nachträglich zu rationalisieren.

Agenten erkennen Performance-Signale früher, testen systematisch, quantifizieren Wirkungen und schlagen Shifts mit Begründung vor. Das verankert Profitziele im Tagesgeschäft, anstatt nachträglich zu rationalisieren.

Dr. Bastian Gerhard, Managing Director von Entriely.ai

Der „Landscape“-Modus ist der digitale Zwilling des Stacks. Wie hilft er CMOs in der Praxis?

Bastian Gerhard: Er inventarisiert Tools, Daten, Workflows und Budgets, erkennt semantische Zusammenhänge („Wo liegen Kampagnen-Artefakte, wo Kundendaten, wo die Steuerungslogik?“), zeigt Abhängigkeiten und Risiken und konsolidiert KPIs von Planung bis Ergebnis. CMOs steuern damit Use Cases über Systemgrenzen hinweg – ohne jedes Tool individuell anfassen zu müssen. Das macht Fragmentierung beherrschbar.

Dr. Bastian Gerhard ist Managing Director von Entirely.ai. Er leitet Produkt, Architektur und Engineering mit Schwerpunkten in KI, skalierbaren Plattformen und Integrationsarchitekturen – mit Fokus auf erklärbarer, regelkonformer Automatisierung. Zuvor verantwortete er unter anderem das Corporate Venturing bei Alpiq (CleanTech) und skalierte Zalandos Tech-Organisation.(Bild:  Entirely.ai)
Dr. Bastian Gerhard ist Managing Director von Entirely.ai. Er leitet Produkt, Architektur und Engineering mit Schwerpunkten in KI, skalierbaren Plattformen und Integrationsarchitekturen – mit Fokus auf erklärbarer, regelkonformer Automatisierung. Zuvor verantwortete er unter anderem das Corporate Venturing bei Alpiq (CleanTech) und skalierte Zalandos Tech-Organisation.
(Bild: Entirely.ai)

Viele Unternehmen wechseln von ROAS auf POAS. Unterstützt Entirely diesen Shift?

Tobias Ackermann: Selbstverständlich. Wir verknüpfen Budget, Planung, Kampagnen und Resultate in einem Cockpit und beziehen Businessziele explizit ein. Dadurch optimieren Teams nicht nur auf Mediametriken, sondern auf Gewinn – global, regional, kanal- und produktbezogen bis auf Händlerebene. So wird Effizienz mit Effektivität verbunden.

Wie gewährleisten Sie die Balance: Automatisierung und gleichzeitig menschliche Kreativität im Mittelpunkt?

Bastian Gerhard: 80 Prozent sind Menschen und Kultur, 20 Prozent Technologie. Agenten eliminieren Wiederholaufgaben; kreative Führung, Story, Tonalität und Marke bleiben menschlich. Wir fördern „Citizen Development“: Statt Custom-Coding erstellen Teams per Prompt und Low-Code eigene Workflows oder Interfaces. Das erhöht Autonomie und Kreativität – und beschleunigt die Umsetzung.

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