Agentic AI KI-Agenten erreichen den Mittelstand: Junge Entscheider machen Tempo

Von Konstantin Pfliegl 2 min Lesedauer

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KI-Agenten sind im Mittelstand noch selten im Einsatz. Doch vor allem junge Entscheider zeigen, wie schnell sich das Potenzial heben lässt.

(Bild:  © Sutthiphong/stock.adobe.com)
(Bild: © Sutthiphong/stock.adobe.com)

KI-Agenten stehen im deutschen Mittelstand noch am Anfang. Dort, wo jüngere Entscheider und wachstumsstarke Unternehmen vorangehen, zeigt sich jedoch bereits das Potenzial der nächsten KI-Welle. Das ist das Ergebnis einer YouGov-Studie im Auftrag von Alibaba.com und dem Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (BEVH), für die Eigentümer, Geschäftsinhaber und Entscheider kleiner und mittlerer Unternehmen in Deutschland befragt wurden.

Generative KI etabliert, Agentic AI noch Nische

Die Studie zeigt: Generative KI ist bereits in der Breite angekommen – fast zwei Drittel der befragten Unternehmen setzen entsprechende Tools zumindest gelegentlich ein. Agentic AI wird dagegen erst von rund einem Viertel (24 Prozent) der Befragten genutzt. Bei KMU mit zehn oder mehr Mitarbeitern liegt der Anteil mit rund 45 Prozent bereits deutlich höher.

Besonders deutlich wird die Dynamik bei jüngeren Entscheidern: In der Gruppe der unter 35-Jährigen nutzt bereits jeder Dritte (33 Prozent) Agentic AI. Gleichzeitig investiert in dieser Altersgruppe jeder Fünfte (22 Prozent) gezielt in KI-Weiterbildung, und mehr als ein Viertel (28 Prozent) sieht ohne KI-Agenten mittelfristig Risiken für die eigene Wettbewerbsfähigkeit. Auch beim Vertrauen in KI-gestützte Ergebnisse liegen jüngere Entscheider klar vorn – etwa bei der Prüfung von Produktinformationen, Lieferantenangaben oder der Vorbereitung von Geschäftsdokumenten.

Hoher Bedarf an Entlastung im Alltag

Der konkrete Bedarf für Agentic AI ist hoch: Auftragsabwicklung und Kundenservice werden von rund 40 Prozent der Befragten als zentrale Belastung genannt, fast ein Drittel (32 Prozent) verweist auf administrative Überlastung. Auch Innovationsdruck spielt für knapp 30 Prozent eine wichtige Rolle.

Dabei sehen viele Unternehmen KI-Agenten als Hebel zur Entlastung: Rund ein Viertel (24 Prozent) nennt die Unterstützung des Teams als wichtigen Vorteil, knapp ein Fünftel erwartet konkrete Zeitersparnis in operativen Abläufen. Besonders relevant ist das Potenzial zur Reduktion von Routine-Arbeit: Mehr als die Hälfte (52 Prozent) der KMU ab zehn Mitarbeitenden sieht die Möglichkeit, durch KI-Agenten zwischen zehn und über 30 Prozent operativer Routineaufgaben einzusparen.

„Viele kleine und mittlere Unternehmen nutzen KI heute bereits, aber häufig noch punktuell. Die nächste Stufe besteht darin, KI-Agenten stärker in konkrete Geschäftsprozesse zu integrieren“, sagt Patrick Sostmann, General Manager Alibaba.com Europe. Gerade jüngere Entscheider würde zeigen, welches Potenzial darin steckt: KI-Agenten können Märkte analysieren, Produktchancen identifizieren, Lieferanten bewerten, Verhandlungen vorbereiten und operative Aufgaben entlang des Geschäftsalltags übernehmen.

KI-Agenten im MIttelstand: Vertrauen und Business Case als größte Hürden 

Die Studie zeigt zugleich, dass die Voraussetzungen für eine breitere Nutzung noch geschaffen werden müssen. Zu den wichtigsten Hürden zählen mangelndes Vertrauen in die Technologie, das rund ein Drittel (32 Prozent) der Befragten nennt, sowie ein noch nicht klar erkennbarer Business Case (31 Prozent). Hinzu kommen Datenschutz- und Compliance-Bedenken. Entscheidend wird daher sein, KI-Agenten nicht abstrakt zu erklären, sondern ihren Nutzen an konkreten Aufgaben sichtbar zu machen.

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