gesponsertE-Commerce-Expertin Alexandra Essig im Interview KI ist heute ein zentraler Wettbewerbsfaktor im E-Commerce

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KI verändert den Großhandel: Wie B2B-Unternehmen von Künstlicher Intelligenz profitieren und neue Maßstäbe im E-Commerce setzen, erfahren Sie im Interview mit Alexandra Essig.

(Bild:  GWS Gesellschaft für  Warenwirtschaftsysteme mbH)
(Bild: GWS Gesellschaft für Warenwirtschaftsysteme mbH)

B2B-Großhändler bewegen sich heute immer stärker zwischen klassischen B2B-Strukturen und B2C-Erwartungen. Welche Rolle spielt KI dabei, diese beiden Welten miteinander zu verbinden?

Alexandra Essig: KI wirkt hier vor allem als Übersetzer zwischen Effizienz und Erlebnis. Auf der einen Seite stehen im Großhandel weiterhin klassische B2B-Anforderungen: individuelle Preise, komplexe Sortimente, technische Produkte, persönliche Kundenbeziehungen. Auf der anderen Seite erwarten Kund:innen heute eine Nutzererfahrung, wie sie sie aus dem B2C kennen: schnelle Suche, relevante Inhalte, intuitive Prozesse.

KI hilft, diese beiden Welten zusammenzubringen, indem sie Komplexität im Hintergrund verarbeitet, während sie nach außen Einfachheit und Relevanz schafft. Konkret bedeutet das: personalisierte Produktempfehlungen trotz individueller Konditionen, intelligente Suchfunktionen trotz riesiger Sortimente oder automatisiert aufbereitete Inhalte, die technisch korrekt und gleichzeitig verständlich sind.

So bleibt der Großhandel fachlich stark – fühlt sich für Kund:innen aber moderner und leichter an.

Was sind Ihre aktuellen Prioritäten im Bereich Digitalisierung für den Großhandel und welche Rolle spielen KI-Ansätze konkret in Ihren Lösungen?

Alexandra Essig: Unsere Priorität im Großhandel ist es, Digitalisierung nicht als isoliertes IT-Projekt zu betrachten, sondern als durchgängige End-to-End-Optimierung – vom ERP über den E-Commerce bis in Vertrieb, Service und Logistik. Der Fokus liegt klar auf Prozessautomatisierung, Datenkonsistenz und Skalierbarkeit. KI spielt dabei eine zunehmend operative Rolle: nicht als Selbstzweck, sondern als Enabler für effizientere Abläufe.

Wenn wir etwas konkreter werden: In welchen Bereichen des Arbeitsalltags von Großhändlern kann KI heute bereits spürbar entlasten?

Alexandra Essig: KI entlastet heute vor allem dort, wo viele Wiederholungen, große Datenmengen oder manuelle Routinearbeit anfallen. Das betrifft mehrere Kernbereiche des Großhandels.

  • Datenpflege und Stammdatenmanagement: automatische Vervollständigung, Vereinheitlichung und Qualitätsprüfung von Produktdaten
  • Suche und Navigation im Shop: KI-gestützte Suchlogik versteht Synonyme, Artikelnummern, Tippfehler oder branchenspezifische Begriffe
  • Marketing & Content: Unterstützung bei Produkttexten, Kategoriebeschreibungen oder Contentseiten
  • Vertrieb & Kundenservice: Schnellere Informationsbereitstellung, z. B. durch KI-gestützte Antworten auf häufige Kundenfragen

In Summe geht es weniger darum, Menschen zu ersetzen – sondern darum, Zeit für wertschöpfende Tätigkeiten freizumachen.

Welche strategische Bedeutung hat der Einsatz von KI für Großhändler, die langfristig wettbewerbsfähig bleiben und ihre Kund:innen im Unternehmensalltag bestmöglich unterstützen wollen?

Alexandra Essig: Strategisch ist KI kein Add-on mehr, sondern ein zentraler Wettbewerbsfaktor. Großhändler, die KI sinnvoll einsetzen, gewinnen nicht nur an Effizienz, sondern vor allem Skalierbarkeit und Zukunftssicherheit.

Sie sind in der Lage,

  • wachsende Sortimente beherrschbar zu halten,
  • Kund:innen schneller und relevanter zu bedienen,
  • neue digitale Touchpoints zu bespielen
  • und sich auf das zu konzentrieren, was sie stark macht: Beratung, Fachwissen und Partnerschaft.

Wer KI früh integriert, schafft die Basis für ein Geschäftsmodell, das in einer zunehmend automatisierten und KI-getriebenen Welt nah am Kunden bleibt – genau darin liegt der langfristige Vorteil.

Welche konkreten messbaren Effekte sehen Ihre Kunden heute, die auf den Einsatz digitaler bzw. KI-basierter Funktionen zurückzuführen sind?

Alexandra Essig: Unsere Kunden sehen heute sehr konkrete Effekte: signifikante Zeitersparnisse im Innendienst durch automatisierte Auftragserfassung, bessere Conversion-Rates durch personalisierte B2B-Shops und deutlich reduzierte Fehlerquoten bei Preisen, Verfügbarkeiten und Produktdaten.

Besonders relevant im Großhandel sind außerdem geringere Retourenquoten durch bessere Produktinformationen, höhere Warenkorbwerte durch intelligente Cross- und Upselling-Logiken sowie eine messbar höhere Nutzung digitaler Kanäle durch Bestandskunden.

Viele Unternehmen berichten zudem von einer spürbaren Entlastung ihrer Fachkräfte – ein zentraler Faktor angesichts des anhaltenden Fachkräftemangels.

Welche Herausforderungen und Grenzen sehen Sie aktuell bei der Integration von KI (z. B. Datenqualität, Fachkräfte, regulatorische Aspekte) – und wie unterstützen Sie Ihre Kunden dabei, diese Hürden zu überwinden?

Alexandra Essig: Die größten Herausforderungen bei der Integration von KI liegen aktuell weniger in der Technologie selbst als in der Datenqualität, fehlenden Standards und der organisatorischen Verankerung. KI ist nur so gut wie die Daten und Prozesse, auf die sie zugreift.

Hinzu kommen regulatorische Fragestellungen, insbesondere im Hinblick auf Datenschutz, Nachvollziehbarkeit und den verantwortungsvollen Einsatz von KI im Unternehmenskontext.

Wir unterstützen unsere Kunden deshalb ganzheitlich: durch saubere Datenmodelle, klare Governance-Strukturen, praxisnahe Schulungen und KI-Ansätze, die erklärbar, kontrollierbar und wirtschaftlich sinnvoll sind. Entscheidend ist, dass KI Vertrauen schafft – bei Mitarbeitenden ebenso wie bei Kunden.

Über Alexandra Essig

Alexandra Essig startete ihre Karriere nach dem Studium in einer Digitalagentur und war dort als Teamlead an der Entwicklung einer Plattform für Microsoft-Partner beteiligt. Ihre Leidenschaft für E-Commerce führte sie in eine neue Agentur, wo sie als Projektmanagerin komplexe Shop-Projekte verantwortete und später eine eigene E-Commerce-Unit aufbaute. Nach über zehn Jahren wechselte sie zur GWS, wo sie heute die Business Unit E-Commerce leitet.

Über die GWS

Die GWS mbH ist ein führender Anbieter von Business-Anwendungen im verbundorientierten Groß- und Einzelhandel. Über 670 Mitarbeitende arbeiten an den sieben Standorten in Deutschland. Gemeinsam mit integrierten Partnerlösungen schaffen sie zukunftsweisende Wettbewerbsvorteile für ihre Kunden.

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