Serie POAS (Profit on Ad Spend) – Teil 2

ROAS vs. POAS: Der Unterschied, der über Gewinn oder Verlust entscheidet

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Warum Algorithmen genau so arbeiten

Dieser Unterschied ist auch aus technischer Sicht entscheidend.

Algorithmen – egal ob in Google Ads, Meta oder anderen Plattformen – optimieren immer auf das Signal, das sie erhalten. Wenn im Tracking ausschließlich Umsatz übermittelt wird, lernt das System auch ausschließlich auf Umsatz.

Der Algorithmus erkennt dann beispielsweise:

  • welche Produkte häufig gekauft werden
  • welche Suchanfragen hohe Conversionraten erzeugen
  • und welche Kampagnen viel Umsatz generieren.

Was der Algorithmus jedoch nicht erkennt, sind die wirtschaftlichen Unterschiede hinter diesen Bestellungen. Für ihn sind zwei Bestellungen mit identischem Umsatz gleichwertig – unabhängig davon, wie profitabel sie für das Unternehmen tatsächlich sind.

POAS-Entwicklung: Während eine klassische ROAS-Optimierung häufig steigende Werbekosten mit sich bringt, zeigt die POAS-Steuerung einen anderen Effekt: Budget wird gezielter eingesetzt, profitablere Produkte werden priorisiert und der tatsächliche Gewinn steigt - selbst bei geringerem Werbe-Spend.(Bild:   Pro Ads Marketing)
POAS-Entwicklung: Während eine klassische ROAS-Optimierung häufig steigende Werbekosten mit sich bringt, zeigt die POAS-Steuerung einen anderen Effekt: Budget wird gezielter eingesetzt, profitablere Produkte werden priorisiert und der tatsächliche Gewinn steigt - selbst bei geringerem Werbe-Spend.
(Bild: Pro Ads Marketing)

Sobald jedoch Profit als Signal übermittelt wird, verändert sich diese Lernlogik. Das System beginnt automatisch, Kampagnen, Produkte oder Suchanfragen zu bevorzugen, die tatsächlich zum Unternehmensergebnis beitragen.

Der Google-Ads-Algorithmus optimiert immer auf das Signal, das er erhält. Wenn im Tracking ausschließlich Umsatz übermittelt wird, erkennt das System zwar identische ROAS-Werte – nicht jedoch die unterschiedlichen Margen der Produkte. Für den Algorithmus sind beide Verkäufe gleich wertvoll, obwohl ihr tatsächlicher Gewinnbeitrag stark variiert.

Damit stellt sich eine wichtige Folgefrage: Für welche Shops lohnt sich eine profitbasierte Steuerung überhaupt?

Nicht jedes Geschäftsmodell profitiert gleichermaßen von POAS. Besonders große Sortimente, unterschiedliche Margenstrukturen und niedrige Deckungsbeiträge erzeugen enorme Hebel – während andere Modelle kaum Unterschiede sehen.

Im nächsten Teil dieser Serie geht es deshalb darum, bei welchen E-Commerce-Shops POAS tatsächlich zum Gamechanger wird und wann eine Umstellung besonders sinnvoll ist.

POAS – Profit On Ad Spent – ROAS – Google AdsRahil Yaqub
ist Gründer und Geschäftsführer der Google-Ads-Agentur Pro Ads Marketing GmbH.

Bildquelle: Pro Ads Marketing

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