Mehrheit der Warenkategorien wieder im Plus

Der E-Commerce in Deutschland ist wieder auf Wachstumskurs

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Viele Warenkategorien sind wieder im Plus

Von den insgesamt 20 erfassten Warenkategorien im Online-Handel konnten 15 im vergangenen Jahr erneut Umsatz-Zuwächse realisieren. Größte Gewinner-Kategorien im Online-Handel waren nicht aufschiebbare Bedarfsgüter, allen voran Medikamente (plus 6,3 Prozent), Lebensmittel (plus 5,5 Prozent) und Tierbedarf (plus 5,4 Prozent).  Die Umsätze im für den Online-Handel besonders wichtigen Modehandel blieben mit einem Plus von 0,1 Prozent für Bekleidung und 0,8 Prozent für Schuhe nahezu unverändert. 

Normalisierung nach Corona-Nachholeffekten: Digitale Dienstleistungen wachsen etwas langsamer.(Bild:  BEVH)
Normalisierung nach Corona-Nachholeffekten: Digitale Dienstleistungen wachsen etwas langsamer.
(Bild: BEVH)

Abermals Umsatzrückgänge hinnehmen mussten der Online-Handel mit Elektroartikeln und Telekomunikation (minus 2,4 Prozent), zu denen besonders Unterhaltungsgeräte zählen. Hierzu beigetragen hatte auch, dass die Fußball-EM in Deutschland nicht den erhofften Konsumimpuls setzen konnte.

Marktplätze prägen den E-Commerce

Die aufgehellte Konsumstimmung kam sehr unterschiedlich bei den Händlern an, wie ein Vergleich der Versender-Typen zeigt. Über Online-Marktplätze generierte Umsätze wuchsen über das Gesamtjahr um 4,7 Prozent auf 44,0 Milliarden Euro, während Online-Pure-Player (minus 3,6 Prozent), Multichannel-Händler (minus 2,0 Prozent) und Hersteller-Versender beziehungsweise D2C-Anbieter (minus 2,3 Prozent) der Umsätze im Vergleich zum Vorjahr abgaben. Im Ergebnis konnte der Marktanteil der Online-Marktplätze weiter zulegen: Von 53 Prozent im Jahr 2023 auf 55 Prozent im vergangenen Jahr.

Marktplätze sind wesentlich für das Wachstum: Mehr als jeder zweite Euro im E-Commerce wird auf Marktplätzen umgesetzt.(Bild:  BEHV)
Marktplätze sind wesentlich für das Wachstum: Mehr als jeder zweite Euro im E-Commerce wird auf Marktplätzen umgesetzt.
(Bild: BEHV)

Social Commerce und Re-Commerce sorgen für Optimismus

Zwei Wachstumsfelder tragen zum Optimismus der Online-Händler besonders bei: Der Verkauf über Social Media und der erstarkende Re-Commerce, also der Handel mit gebrauchten und wiederaufbereiteten Artikeln.

In einer Sonderbefragung gaben 64,1 Prozent der 14- bis 29-Jährigen und immerhin jeder Fünfte (20,1 Prozent) älter als 60 Jahre an, nach einem Impuls auf Social Media-Plattformen eingekauft zu haben. Re-Commerce-Anbieter unterstreichen unterdessen die wachsende Bedeutung der Online-Handels für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft.

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