Prognosen KI-Revolution: Fünf Faktoren für eine unschlagbare Supply Chain

Ein Gastbeitrag von Birger Klinke 3 min Lesedauer

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Künstliche Intelligenz in der Supply Chain: Präzisere Prognosen, weniger Silodenken, mehr Resilienz. Erfolg braucht das Zusammenspiel aus Daten, Prozessen und Organisation – nicht nur Technologie.

(Bild:  © NongEngEng/stock.adobe.com)
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DARUM GEHT'S

KI-gestützte Absatzprognosen: Künstliche Intelligenz analysiert Korrelationen zwischen Nachfrageverläufen, externen Einflussfaktoren und operativen Daten. So bleibt die Prognosequalität auch bei zunehmender Marktdynamik stabil, Lagerbestände und Warenverfügbarkeit werden gesichert.

Fünf Voraussetzungen für erfolgreiches SCM 2026: Erfolgreiches Supply Chain Management basiert auf fünf Säulen – von KI-gestützte Absatzprognosen und integrierter Datenbasis bis zu abteilungsübergreifender Zusammenarbeit.

Ungenutztes Potenzial im Bestandsmanagement: Über 60 Prozent der Unternehmen setzen noch keine KI im Bestandsmanagement ein – obwohl der Einstieg deutlich weniger komplex ist als oft angenommen.

Was als Hype begann, ist heute ein Must-have: Der Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Supply-Chain-Planung schafft Vorteile, wo Prozesse früher an Transparenz, Kapazitäten oder Reaktionszeit gescheitert sind. Moderne KI-basierte Absatzprognosen und Bestandsmanagement-Lösungen setzen genau hier an. Sie liefern zuverlässige Forecasts, reagieren dynamisch auf Veränderungen und ermöglichen im Einkauf und Bestandsmanagement einen hohen Automatisierungsgrad, der Mitarbeitende entlastet und die Wertschöpfung verbessert.

Künstliche Intelligenz in Absatzprognosen analysiert Korrelationen zwischen Nachfrageverläufen, externen Einflussfaktoren und operative Daten anhand von Technologien wie maschinellem Lernen und Large Language Models. Diese sorgen trotz zunehmender Marktdynamik und dem Zusammenspiel diverser Einflussfaktoren dafür, die Prognosequalität aufrechtzuerhalten und Unsicherheiten vorzubeugen, um Lagerbestände und Warenverfügbarkeiten stabil zu halten.

Ein weiterer Vorteil ist, dass der Aufwand für die Absatz- und Bestandsplanungsprozesse deutlich sinkt. Unternehmen, die sich frühzeitig mit den Einsatzmöglichkeiten von KI-Technologien auseinandersetzen, werden nachhaltig davon profitieren – hierzu bedarf es eines fundamentalen Change-Managements von operativen Prozessen in der Lieferkette.

Unternehmen, die sich frühzeitig mit den Einsatzmöglichkeiten von KI-Technologien auseinandersetzen, werden nachhaltig davon profitieren – hierzu bedarf es eines fundamentalen Change-Managements von operativen Prozessen in der Supply Chain.

Birger Klinke, Vice President Sales Supply Chain bei Remira

Supple Chain Management 2026

Damit dieses Potenzial realisiert werden kann, braucht es jedoch mehr als moderne Technologie. Erfolgreiches Supply Chain Management (SCM) im Jahr 2026 basiert auf fünf zentralen Voraussetzungen:

  • 1. KI-gestützte Absatzprognosen als Fundament für präzise Bestandsplanung und stabile Lieferfähigkeit
  • 2. Integrierte und verlässliche Datenbasis durch standardisierte Schnittstellen und APIs
  • 3. Resilienz und Flexibilität etwa durch Multisourcing, Frühwarnsysteme oder Szenarioanalysen
  • 4. S&OP-/ IBP-Ansatz (Sales and Operations Planning/Integrated Business Planning) für durchgängige Zusammenarbeit zwischen Vertrieb, Einkauf, Produktion und Logistik
  • 5. Verantwortlichkeiten und messbare KPIs für klare Steuerung und kontinuierliche Optimierung

Künstliche Intelligenz fügt sich dabei als intelligenter Partner in diese Strukturen ein. Sie verändert nicht nur die Prognosequalität, sondern die gesamte Unternehmensplanung. Sie schafft Transparenz, erhöht die Agilität und stärkt die Resilienz gegenüber Unsicherheiten.

Mit KI bietet sich die Möglichkeit, Abteilungssilos mit vielen Restriktionen in einen End-to-End-Planungsprozess zu überführen und bestmögliche Entscheidungen für das Unternehmen zu treffen, ganz nach dem Leitgedanken von Supply Chain Planung.

Supply Chain & KI: Fazit

Laut der jüngsten Remira-Umfrage nutzen noch immer rund 64 Prozent der Unternehmen keine KI im Bestandsmanagement, obwohl der Einstieg viel weniger komplex ist, als viele vermuten. Realistische Zielsetzung, schrittweise Einführung und kontinuierliche Optimierung reichen aus, um messbare Effekte zu erzielen. Wer jetzt handelt, verschafft sich einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil, indem er Bestände reduziert, die Entscheidungsqualität stärkt und die Grundlage für eine autonome, zukunftsfähige Supply Chain schafft.

Supply Chain Management – SCM – 2026 – KIBirger Klinke
ist Vice President Sales Supply Chain bei Remira.

Bildquelle: Remira

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