Von Billigimporteuren zu Amazon-Rivalen

Temu und Shein: Fernost-Marktplätze lokalisieren sich – und locken deutsche Händler

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Shein: Bereits der viertgrößte Bekleidungshändler in Deutschland 

Shein wird in der deutschen E-Commerce-Debatte oft in einem Atemzug mit Temu genannt – als wären beide dasselbe. Doch Shein ist in Deutschland bereits eine eigene Größenordnung: Mit einem geschätzten Umsatz von 2,6 Milliarden Euro im Jahr 2024 ist Shein inzwischen der viertgrößte Bekleidungshändler in Deutschland – hinter Otto, H&M und Zalando.

In der gesamten EU soll Shein Medienberichten zufolge über 108 Millionen monatliche Nutzer erreichen. In Deutschland soll die chinesische Plattform deutlich über 20 Millionen Nutzer haben.

Die Shein-Lokalisierungsstrategie: Drei Säulen

1. Produktion raus aus China: Shein verlegte Kapazitäten gezielt in die Türkei. Als Blaupause dient Brasilien, wo bereits 85 Prozent der lokalen Verkäufe aus inländischer Produktion mit über 330 Partnern stammen.

2. Europäische Händler auf die Plattform holen: Der Shein Marketplace in Deutschland soll mittlerweile über 600 lokale Händler zählen. Über das Shein-X-Programm bindet die Plattform zusätzlich unabhängige Designer für exklusive Kollektionen ein – und möchte damit weg vom Billig- und Fast-Fashion-Image.

3. Rein in den stationären Handel: Im November 2025 eröffnete Shein seinen weltweit ersten permanenten Store – über 1.000 Quadratmeter im Pariser Kaufhaus BHV Marais.

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