Der Einzelhandel wird in den nächsten Jahren neue Herausforderungen wie auch Chancen erleben. Kunden erwarten eine stärkere Personalisierung, einzigartige Erlebnisse in den Geschäften und attraktive Angebote. Wie es Einzelhändlern gelingen kann, durch bessere Kontrolle von Nachfrage und Kosten sowie den Einsatz von Videotechnik der Konkurrenz einen Schritt voraus sein.
(Bild: Jürgen Fälchle/Adobe Stock)
Es wird prognostiziert, dass allein die KI-Dienste im Einzelhandel von fünf Milliarden US-Dollar im Jahr 2023 bis 2028 auf über 31 Milliarden US-Dollar steigen werden. In diesem Zusammenhang entwickelt sich die KI-gestützte Videotechnologie zu einem zentralen Instrument in der Toolbox des modernen Einzelhändlers, mit dem die Wettbewerbsfähigkeit und Effizienz gesteigert werden können. Wie eine aktuelle Studie von Hanwha Vision zeigt, wächst bei Einzelhändlern der Wunsch, den Einsatz von Videotechnik über die Sicherheit hinaus auf weitere Bereiche auszuweiten. Die Kombination von KI und Videotechnik ist hierzu der Schlüssel.
Wachsendes Interesse an KI-gestützter Videotechnik
Von den von Hanwha Vision untersuchten Branchen zeigt der Einzelhandel mit das größte Interesse an Videotechnik. 52 Prozent der Befragten erwähnten das Potenzial der Technologie, verpasste Verkaufschancen besser zu verstehen. Als einer der ersten Nutzer der Videoüberwachung ist es vielleicht keine Überraschung, dass der Einzelhandel offen für die neuesten Funktionen der KI-gestützten Videotechnik ist. Es gibt viele neue und innovative Einsatzmöglichkeiten für KI-gestützte Videolösungen im Einzelhandel, die auf dem traditionellen Einsatz zur Verlustprävention aufbauen – von der Optimierung des Ladenlayouts und der Verwaltung von Warteschlangen an der Kasse bis hin zur Umsatzsteigerung und Unterstützung der Lagerlogistik.
Mit Videotechnik Kunden besser verstehen
Der Einsatz KI-gestützter Videotechnik bietet dem Einzelhandel zahlreiche Vorteile.
(Bild: Hanwha Vision)
Traditionelle Sicherheitsanwendungen wie die Erkennung von auffälligem, unsozialem oder bedrohlichem Verhalten (29 Prozent), die Identifizierung von Einbruchsversuchen (20 Prozent) und die Alarmierung von Geschäfts-und Abteilungsleitern bei Ladendiebstählen (12 Prozent) scheinen für führende Unternehmen im Einzelhandel, die KI-gestützte Videotechnik nutzen, eine geringere Priorität zu haben. Sie sind eher daran interessiert, die Technologie zum besseren Verständnis des Kundenverhaltens einzusetzen.
Viele Einzelhändler erweitern die Rolle von Video, um das Kundenverhalten zu analysieren, den Verkauf zu unterstützen und das Ladenlayout zu optimieren. Die fünf wichtigsten Einsatzbereiche für KI-gestützte Videotechnologie im Einzelhandel sind laut der Studie die folgenden:
Ermittlung der demografischen Gruppen, die den Laden verlassen, ohne etwas gekauft zu haben.
Aufschluss darüber, wie Kunden in verschiedenen Abteilungen im Laden stöbern.
Informationen über die optimale Positionierung von Waren im Laden.
Benachrichtigung der Geschäfts-/Abteilungsleiter, wenn sich Warteschlangen bilden, damit Mitarbeiter umdisponiert oder weitere Kassen geöffnet werden können.
Aufschluss über die Wege von Kunden durch einen Laden und Bereiche, in denen es Engpässe gibt.
Mit KI-gestützter Videotechnik können Filialleiter den Kontext für verpasste Verkaufschancen besser verstehen. Mit Hilfe von Videosystemen können auch Einblicke in Bewegungsmuster in einem Laden gewonnen werden, um anhand dieser Informationen die Anordnung von Gängen sowie die Produktpräsentation zu verbessern. Engpässe können beseitigt werden, um das Einkaufserlebnis zu optimieren, und Warteschlangen können mit Echtzeit-Warnungen von Videokameras verwaltet werden, um Mitarbeiter zu Stoßzeiten darum zu bitten, weitere Kassen zu öffnen.
Einsatz von KI-gestützten Videosystemen im Einzelhandel
Um KI-gestützte Videos in Einzelhandelsgeschäften wirksam und verantwortungsvoll einzusetzen, ist ein Gleichgewicht zwischen der Regulierung des Einsatzes und der Förderung von Innovationen erforderlich. So kann sichergestellt werden, dass die Technologie Sicherheitsvorgaben und den Schutz der Privatsphäre Einzelner erfüllt und gleichzeitig Anwendungen umgesetzt werden, bei denen KI echte Vorteile bieten kann. Hanwha Vision unterstützt beispielsweise keine Live-Gesichtserkennungslösung und verfolgt die Entwicklungen in der relevanten Gesetzgebung genau.
Stand: 16.12.2025
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Das EU-Gesetz über künstliche Intelligenz (Artificial Intelligence Act), das kurz vor der Ratifizierung steht, ist der erste Rechtsrahmen für KI und zielt darauf ab, KI-Entwicklern, -Bereitstellern und -Nutzern genaue Anforderungen und Verpflichtungen in Bezug auf bestimmte Einsatzbereiche der KI zu geben. Von zentraler Bedeutung ist dabei die Ermittlung der verschiedenen Risikostufen, die mit einer bestimmten Anwendung der KI verbunden sind. Hanwha Vision hat bereits angekündigt, dass Hanwha Vision auf die NIS2 und auf das CRA der EU vorbereitet ist, die in diesem Jahr in Kraft treten sollen.
Für Hanwha Vision aus Korea, das NDAA-konform ist, die vollständige Kontrolle über seine Lieferkette und einen Hintergrund im Bereich der Cybersicherheit und bei ethischen Praktiken hat, ist der verantwortungsvolle Einsatz von Videotechnik zur Überwachung äußerst wichtig.