Account-to-Account/Pay by Bank A2A-Zahlungen: Check-out beschleunigen und Kosten senken

Ein Gastbeitrag von Lena Hackelöer 6 min Lesedauer

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Schneller, sicherer, günstiger – und europäisch: Account-to-Account-Zahlungen (A2A) verändern den Check-out grundlegend. Warum Händler jetzt handeln sollten und wie Pay by Bank Reibung im Bezahlprozess reduziert.

(Bild:  © ArtemisDiana/stock.adobe.com)
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DARUM GEHT'S

Account-to-Account (A2A): Direkte Zahlung von Bankkonto zu Bankkonto – im E-Commerce auch als „Pay by Bank" bekannt. Statt Kartendaten einzugeben, autorisieren Kunden die Zahlung direkt über ihr Bankkonto. Technische Grundlage ist Open Banking mit standardisierten Schnittstellen.

Europäische Souveränität im Zahlungsverkehr: Ein Großteil des digitalen Zahlungsverkehrs läuft heute über US-Anbieter wie Mastercard, PayPal oder digitale Wallets. A2A-Lösungen gelten als einsatzbereite europäische Alternative und machen Zahlungen zur resilienten kritischen Infrastruktur.

Vorteile für Händler: A2A-Zahlungen sind bis zu 30 Prozent günstiger als herkömmliche Methoden, da Kosten für Kartennetze und Intermediäre entfallen. Chargebacks gibt es nicht, weil die Zahlung nach Autorisierung unwiderruflich ist.

Vorteile für Kunden: Bezahlen ohne den Shop zu verlassen, ohne zusätzliche Registrierung und ohne Karteneingabe. Die Authentifizierung erfolgt über den gewohnten Banking-Login oder biometrisch.

2026 lohnt sich für Händler ein besonders genauer Blick auf Warenkorb und Check-out. Klar ist: Kunden erwarten eine schnelle, verlässliche Zahlungsabwicklung und mehrere Bezahloptionen im Shop. Laut dem Online Payment Trends Report von Brite Payments sind Sicherheit (56,4 Prozent), eine vertrauenswürdige Marke (44,5 Prozent) und Benutzerfreundlichkeit (31,6 Prozent) die entscheidenden Kriterien bei der Wahl einer Zahlungsmethode.

Für Händler kommt es deshalb darauf an, einen Mix an Zahlarten anzubieten, der Reibung im Check-out reduziert und Kaufabschlüsse sichert. Doch wie gelingt die richtige Mischung? Hier lässt sich zunehmend eine Verschiebung beobachten: Händler und Verbraucher hinterfragen etablierte Zahlungssysteme wie Kreditkarten oder PayPal. Die Rufe nach autonomen europäischen Lösungen, die gegenüber externen Einflüssen resilient sind, werden lauter. Zahlungsverkehr darf heute nicht mehr als bloße technische Transaktion verstanden werden. In einer vernetzten Weltwirtschaft, die auf reibungslose Handelsströme angewiesen ist, fungieren Zahlungen vielmehr als kritische Infrastruktur.

Um ein A2A-Angebot in den eigenen Onlineshop zu integrieren, müssen Händler den Check-out nicht komplett umbauen.

Lena Hackelöer, Gründerin und CEO von Brite Payments

Für Europas Händler ist das besonders relevant, weil ein großer Teil des digitalen Zahlungsverkehrs aktuell über Systeme wie Mastercard, Paypal und digitale Wallets abgewickelt wird, die in den USA angesiedelt sind.

Die gute Nachricht ist, dass es, anders als bei vielen Debatten um europäische Souveränität, wo die Technologie noch nicht so weit ist, im Zahlungsverkehr echte Alternativen gibt. Payment-Lösungen wie Account-to-Account-Zahlungen, kurz A2A, werden jetzt einen klaren Aufschwung erleben.

Was ist mit A2A eigentlich gemeint?

Account-to-Account bezeichnet eine direkte Zahlung von einem Bankkonto auf ein anderes.

Im E-Commerce taucht dieses Modell meist unter dem verbraucherorientierten Begriff Pay by Bank auf. Für Händler heißt das praktisch: Der Kunde bezahlt nicht mit Karte, sondern autorisiert die Zahlung direkt über sein Bankkonto. Die technische Grundlage dafür ist Open Banking, also die sichere Anbindung von Banken über standardisierte Schnittstellen. Durch diese Basis lassen sich komplett souveräne Lösungen realisieren.

Als Gründerin des europäischen A2A-Zahlungsanbieters Brite Payments sehe ich eine zunehmend konsolidierten Markt: In den vergangenen Jahren sind einige leistungsstarke Anbieter entstanden, die eine umfassende Anbindung an europäische Banken und zahlreiche Länder gewährleisten können. Gerade die grenzüberschreitende Konnektivität ist für Händler interessant. Bei Brite Payments verbinden wir zum Beispiel 27 europäische Märkte und mehr als 3.800 Banken. Und das auf Basis einer souveränen Technologie, die Sofortzahlungen rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr sicherstellt.

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