Laut aktueller Nachforschungen von Check Point Research tauchen zunehmend verdächtige und bösartige Anwendungen für mobile Endgeräte auf. Cyberkriminelle versuchen jetzt verstärkt, die Coronavirus-Pandemie für raffinierte Angriffe auszunutzen.
(Quelle: everything possible/shutterstock)
Im vergangenen Monat haben viele Experten darüber berichtet, wie Nutzer ihre Mobiltelefone sauber halten können, um das Risiko einer Coronavirus-Infektion zu verringern. Es gibt zwar zahlreiche Diskussionen darüber, ob es unbedingt notwendig ist, Gehäuse und den Bildschirm des Smartphones zu reinigen, um Bakterien loszuwerden. Allerdings ist es auch sehr wichtig, auf den Malware-Schutz der mobilen Geräte zu achten.
Cyberkriminelle nutzen gerade jetzt die Besorgnis vieler Menschen über die Covid-19-Pandemie aus, um mobile Malware zu verbreiten, darunter Mobile Remote Access Trojaner (MRATs), Banking-Trojaner und Premium Dialer. Dies geschieht über Apps, die behaupten, Informationen und Hilfe für Benutzer im Zusammenhang mit dem Coronavirus anzubieten.
Malware-Schutz: Infizierte Apps auf App-Plattformen
Glücklicherweise wurde keine derartige Malware auf einer der beiden großen App-Plattformen für Smartphones gefunden, dem Google PlayStore und Apple AppStore. Jedoch ist das nicht als Entwarnung zu verstehen: Besonders der PlayStore hat immer wieder mit infizierten Apps zu kämpfen und erst kürzlich fand Check Point Research eine Reihe verseuchter Anwendungen, deren Schädlinge von der Google PlayProtection nicht erkannt werden konnten. Bei den aktuellen Schadprogrammen gegen mobile Endgeräte handelt es sich bei der enthaltenen Malware laut Check Point Research vor allem um Mobile Remote Access Trojaner (mRATs), Banking-Trojaner und Premium Dialer.
Diebstahl von vertraulichen Informationen
Die Forscher von Check Point entdeckten jetzt 16 verschiedene bösartige Anwendungen, die alle als legitime Anwendungen getarnt waren und eine Reihe von Malware enthielten. Diese zielten darauf ab, vertrauliche Informationen von Benutzern zu stehlen oder betrügerische Einnahmen aus Premium-Diensten zu erzielen.
Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass keine der bösartigen Anwendungen in den offiziellen App-Stores gefunden wurde. Die Malware-infizierten Apps wurden von neuen Domänen angeboten, die mit dem Coronavirus in Verbindung stehen und von denen die Forscher glauben, dass sie speziell mit dem Ziel entwickelt wurden, Benutzer zu täuschen.
Wie Check Point vor Kurzem berichtete, wurden in den vergangenen zwei Wochen über 30.100 neue Domänen im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert, von denen 0,4 Prozent (131) bösartig und neun Prozent (2777) verdächtig sind und derzeit untersucht werden. Dies bedeutet, dass seit Januar 2020 insgesamt über 51.000 Domains im Zusammenhang mit Coronaviren registriert wurden.
Maßnahmen für einen effizienter Malware-Schutz
Es ist wichtig, dass Anwender Apps nur von legitimen App-Stores wie Google PlayStore und Apple AppStore herunterladen. Wenn ein Anwender glaubt, eine infizierte App auf seinem Gerät installiert zu haben, empfiehlt Check Point folgendes Vorgehen:
Infizierte Anwendungen müssen sofort deinstalliert werden.
Das Betriebssystem und die Anwendungen auf die neuesten Versionen aktualisieren, um mit aktuellen Sicherheitsmaßnahmen versorgt zu werden.
Auf dem mobilen Endgerät eine aktuelle Sicherheitslösung, wie ZoneAlarm Mobile Security installieren, um sicherzustellen, dass alle installierten Anwendungen gutartig sind.
So bleiben mobile Geräte Malware-frei und werden Datenverstöße verhindert:
Niemals mit öffentlichen WLAN-Netzwerken verbinden.
Die Remote-Sperre und -Datenlöschung für mobile Geräte aktivieren.
Unerbetene Anrufe nicht beantworten oder diese blockieren.
Bei der Internetnutzung auch dem Mobilgerät nur durch SSL-Verschlüsselung gesicherte Websites benutzen.
Anwendungen nur aus den offiziellen App-Stores herunterladen und installieren.
„Es gibt derzeit nicht nur eine physische Bedrohung durch das Coronavirus, sondern auch eine beträchtliche Cyber-Gefahr“, erklärt Christine Schönig, Regional Director Security Engineering CER, Office of the CTO bei Check Point Software Technologies. „Hacker nutzen die Angst vor dem Coronavirus aus und erstellen Anwendungen oder Webseiten, die vorgeben, Informationen und Hilfe zu liefern. Dabei ist es erschreckend, wie schnell und einfach diese getarnten und betrügerischen Coronavirus-Anwendungen gebaut werden können. Ich empfehle daher jedem, alle im Internet aufgerufenen Domänen mit Bezug zur Pandemie mehrfach auf ihre Authentizität und Seriosität zu prüfen“, so Schönig abschließend. (sg)
Stand: 16.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die WIN-Verlag GmbH & Co. KG, Chiemgaustraße 148, 81549 München einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://kontakt.vogel.de/de/win abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.