Aktuelle Marktstudie Status quo im Onlinehandel: Bürokratie und Wettbewerb setzen Händler unter Druck

Von Konstantin Pfliegl 2 min Lesedauer

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Der Onlinehandel steht unter Druck: Vor allem mehr Bürokratie und härterer Wettbewerb prägten das vergangene Jahr. Die Händlerbund-Jahresstudie 2026 zeigt, wie kritisch Händler auf das kommende Jahr blicken.

(Bild:  © Creation Art/stock.adobe.com)
(Bild: © Creation Art/stock.adobe.com)

Der Onlinehandel in Deutschland steht vor herausfordernden Zeiten: Das zeigt die aktuelle Händlerbund-Jahresstudie 2026, für die 335 Onlinehändler zu ihrer Geschäftslage, Umsatzentwicklung und den zentralen Herausforderungen der Branche befragt wurden. Das Ergebnis fällt eindeutig aus: Auch wenn der E-Commerce auf Wachstumskurs ist, blicken viele Unternehmen blicken kritisch auf das vergangene Jahr und rechnen auch 2026 mit erheblichem Gegenwind.

Stimmung im Handel ist deutlich eingetrübt

Die Zufriedenheit unter Onlinehändlern hat spürbar nachgelassen: 60 Prozent der Befragten bezeichnen sich mit Blick auf 2025 als unzufrieden oder sehr unzufrieden. Der Anteil der zufriedenen beziehungsweise sehr zufriedenen Händler ist im Vergleich zur Vorjahresstudie von 48 auf 40 Prozent gesunken.

Auch die Umsatzentwicklung bestätigt die angespannte Lage: Mehr als die Hälfte der Befragten verzeichnete 2025 rückläufige Umsätze – 37 Prozent berichten von sinkenden, 19 Prozent sogar von stark rückläufigen Erlösen. Nur 27 Prozent konnten steigende oder stark steigende Umsätze verzeichnen.

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Bürokratie und Kundenservice sind die größten Belastungsfaktoren

Als größte Herausforderung nennen die Händler mit 70 Prozent bürokratische und operative Anforderungen. Fast ebenso häufig, bei 67 Prozent, wird der Kundenservice als zentrale Belastung angeführt. Weitere wichtige Themen sind Rechtssicherheit (48 Prozent), Konkurrenzdruck (48 Prozent), Barrierefreiheit (37 Prozent) und Payment-Fragen (32 Prozent). Die Ergebnisse verdeutlichen, wie vielschichtig die Anforderungen an den Onlinehandel inzwischen geworden sind.

Die Erwartungen bleiben verhalten

Ein zentrales Ergebnis der Händlerbund-Studie: 69 Prozent der Händler nehmen einen verstärkten Wettbewerb wahr, lediglich 2 Prozent sehen die Konkurrenzsituation als unverändert an.

Entsprechend zurückhaltend fällt der Blick auf 2026 aus: 39 Prozent erwarten ein schwieriges Jahr mit einigen Hürden, 33 Prozent rechnen mit einer stabilen Entwicklung. Nur 28 Prozent blicken positiv oder verhalten positiv in die Zukunft. Besonders auffällig: Der Anteil der sehr optimistischen Händler ist von 13 auf 4 Prozent gesunken.

Retouren bleiben größtenteils stabil – aber in Kraftakt 

Ein vergleichsweise ruhiges Bild zeigt sich beim Thema Retouren: 72 Prozent der Händler berichten von einer unveränderten Retourenquote. Mehr als die Hälfte verzeichnet nur wenige Rücksendungen (unter 2 Prozent), 12 Prozent sogar gar keine. Gleichzeitig bleibt das Thema für einen Teil der Branche relevant: 21 Prozent berichten von vielen, 11 Prozent von sehr vielen Retouren. Bei den Rücksendekosten zeigt sich ein gemischtes Bild: 50 Prozent lassen die Kosten von den Kunden tragen, 29 Prozent übernehmen sie selbst, 21 Prozent entscheiden von Fall zu Fall.

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