Laut einer neuen Studie von Packlink und Metapack planen drei Viertel der deutschen Verbraucher, ihre Ausgaben während der Hauptsaison zu reduzieren. Im Jahr 2022 waren es nur 47 Prozent. 44 Prozent haben während der Aktionstage im November eingekauft. Wie Händler das Weihnachtsgeschäft zum Erfolg führen.
(Quelle: mtrlin - Adobe Stock)
Eine neue Studie von Packlink und Metapack zeigt: 72 Prozent planen, ihre Ausgaben während der Hauptsaison zu reduzieren, verglichen mit 47 Prozent im Jahr 2022.
44 Prozent der deutschen Verbraucher haben während der Aktionstage im November, wie Black Friday, Einkäufe getätigt.
Die Herausforderung für Händler in den Wochen nach dem Black Friday ist es insbesondere, innovative Strategien zu entwickeln, um die Umsätze trotz hohem Sparverhalten in der Vorweihnachtszeit hochzuhalten.
Black Friday ist neben dem Weihnachtsgeschäft einer der meist erwarteten Shopping-Momente des Jahres. Aufgrund der wirtschaftlichen Situation und der Inflation im letzten Jahr sind die Verbraucher jedoch zu wahren Spar-Experten geworden. Diese Taktiken bestehen zum Beispiel darin, Käufe zu antizipieren und sich auf Sonderverkaufstage wie Black Friday oder Cyber Monday im Weihnachtsgeschäft:zu konzentrieren. Gleichzeitig planen fast drei Viertel der deutschen Verbraucher (72 Prozent), ihre Ausgaben während der aktuellen Hochsaison zu reduzieren, verglichen mit 47 Prozent im Jahr 2022. Das geht aus einer Studie des Beratungsunternehmens Retail Economics hervor, die im Auftrag von Packlink und Metapack veröffentlicht wurde. Die Daten wurden durch Befragungen von rund 8.000 Haushalten und 2.000 Online-Händlern in acht Ländern erhoben.
Weihnachtsgeschäft: Lieferprioritäten der Verbraucher
Händler setzen verstärkt auf flexible und bequeme Einkaufserlebnisse, um den Bedürfnissen der sparsamen Verbraucher gerecht zu werden. Vergleicht man die Lieferprioritäten der Verbraucher in der Hochsaison mit denen im Rest des Jahres und mit den Erwartungen der Händler, so zeigen sich einige interessante Trends. Obwohl die Lieferkosten während des gesamten Kalenderjahres der wichtigste Faktor für Online-Käufer sind, scheint ihr Einfluss während der Hochsaison etwas abzunehmen. Die Daten von Packlink spiegeln diesen Trend wider: Während der Hochsaison geben 23 Prozent der Verbraucher die Versandkosten als wichtigsten Faktor an (im Vergleich zu 32 Prozent während des restlichen Jahres), ebenso wie die Liefergeschwindigkeit, die von 23 Prozent der Verbraucher angegeben wird.
Die Schnelligkeit der Lieferung gewinnt also an Bedeutung, da die Käufer versuchen, ihre Bestellungen rechtzeitig zum Weihnachtsfest zu erhalten. In diesem Zeitraum steigt die Bedeutung anderer Aspekte des Liefererlebnisses, wie Flexibilität bei der Rückgabe, das heißt großzügige Rückgabefristen und intuitive Rückgabepolitik sowie Paketverfolgung auf 15 Prozent, gegenüber zehn beziehungsweise neun Prozent im restlichen Jahr. Das Interesse am ökologischen Aspekt einer umweltfreundlichen Zustellung geht leicht zurück und wird nicht mehr von neun Prozent der Befragten, sondern von sechs Prozent angegeben.
Weihnachtsgeschäft: Die meisten Deutschen nutzen alle Verkäufskanäle
Das Internet ist nach wie vor der bevorzugte Verkaufskanal der Deutschen, und der Trend zum Einkaufen im stationären Handel scheint im Weihnachtsgeschäft 2023 etwas abzunehmen. 58 Prozent der Verbraucher planen, in der Hauptsaison ihre Einkäufe überwiegend (37 Prozent) oder sogar ausschließlich (21 Prozent) online zu erledigen. Nur 20 Prozent kaufen ausschließlich in Geschäften ein, ein Rückgang von 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt entscheiden sich die meisten Verbraucher (60 Prozent) jedoch für einen gemischten Ansatz, bei dem sie sowohl in Geschäften als auch online einkaufen.
Erwartungen von Verbrauchern und Händlern
Eine leichte Diskrepanz zeigt sich jedoch zwischen Händlern und Verbrauchern. Denn erstere stimmen anscheinend nur wenig mit den Bedürfnissen der letzteren überein. Insbesondere neigen sie dazu, die Bedeutung der Versandkosten zu überschätzen, die von 38 Prozent der Händler als wichtigstes Merkmal für Online-Einkäufe angegeben werden (im Vergleich zu 23 Prozent der Verbraucher). Andererseits unterschätzen sie die Bedeutung von Lieferbequemlichkeiten wie Standort und Zeitfenster (12 Prozent der Händler gegenüber 18 Prozent der Verbraucher), flexible Rücksendungen (8 Prozent gegenüber 15 Prozent) und Paketverfolgung (9 Prozent gegenüber 15 Prozent). Stattdessen scheinen sie sich des Wertes bewusst zu sein, der der Liefergeschwindigkeit zugeschrieben wird (25 Prozent der Einzelhändler gegenüber 23 Prozent der Verbraucher).
Zur Methodik der Studie
Für die Studie "Peak Season Report 2023" hat Retail Economics im Auftrag von Packlink und Metapack im August 2023 repräsentative Verbraucher- und Händlerumfragen bei 8.000 Haushalten und 2.000 Online-Verkäufern in den USA, Kanada, Australien, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien durchgeführt. Die Wirtschaftsmodelle und Einzelhandelsumsatzprognosen basieren auf proprietären Daten von Retail Economics und offiziellen nationalen Statistiken.
Metapack hilft E-Commerce- und Lieferunternehmen, die wachsenden Erwartungen der Verbraucher an die Logistik zu erfüllen und gleichzeitig die betriebliche Effizienz zu erhalten und zu optimieren. Die Lösung bietet personalisierte Dienstleistungen, von Zustelloptionen bis hin zur Sendungsverfolgung und Rücksendung, über einen Katalog von mehr als 400 Zustellern und mehr als 4.900 verfügbaren Dienstleistungen, die sich auf alle Länder der Welt erstrecken.
Stand: 16.12.2025
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