Fracht Wie sich die Transportpreise demnächst entwickeln werden

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

Der Transportbedarf ist auch im ersten Quartal 2024 hoch geblieben. Wie der Transportbarometer von Timocom zeigt, gibt es auf dem Marktplatz mehr als doppelt so viele Fracht-Angebote wie im Vorjahresquartal.

(Bild:  Travel mania(Adobe Stock)
(Bild: Travel mania(Adobe Stock)

Entgegen der negativen Stimmung zu Jahresbeginn hat sich der Transportmarkt im ersten Quartal sehr positiv entwickelt. Absolut lagen die Eingaben für Fracht deutlich über dem Vorquartal (plus 30 Prozent) und erreichten nahezu das Niveau von 2022. Europaweit wurden mehr als doppelt so viele Frachtangebote wie im ersten Quartal 2023 im Marktplatz von Timocom eingestellt (plus 106 Prozent). Vor allem vor Ostern stiegen die Angebotszahlen und Preise merklich gegenüber dem Vorjahr.

Die Nachfrage nach Transportkapazitäten blieb auch in dem üblicherweise schwachen Monat Februar sehr hoch. Der von vielen erwartete starke Einbruch am Transportmarkt blieb aus. Zum einen, weil sich die Eingaben verfügbarer Fahrzeuge reduziert haben, denn viele Frachtführer haben Teile ihrer Kapazitäten stillgelegt oder diese nicht wieder aufgestockt. So wurden im auf dem Marktplatz im ersten Quartal 2024 28 Prozent weniger LKW als im ersten Quartal 2023 eingestellt. Zum anderen war der wirtschaftliche Abschwung nicht so eklatant wie noch zum Jahreswechsel befürchtet. Gegenüber dem Vorquartal, in dem das traditionell starke Weihnachtsgeschäft lag, konnten vor Ostern nochmal 30 Prozent mehr Frachtangebote generiert werden.

Transportmarkt: Preise für Fracht vor Ostern gestiegen

Im Schnitt lagen die Frachtangebotspreise in Europa 6,2 Prozent höher als im Vorjahresquartal. „Angesichts der gestiegenen Maut-, Personal- und Energiekosten ist dies eine mäßige Steigerung“, kommentiert Gunnar Gburek, Head of Business Affairs bei Timocom, die Preisentwicklung. Der Anstieg der Preise für Fracht sei aufgrund des erhöhten Bedarfs in den Wochen vor Ostern saisonal bedingt, weil vor allem der Handel in diesen Tagen zusätzliche Lieferungen erwarte. Teilweise lagen die angebotenen Preise hier bis zu 16 Prozent über den Vorjahreswerten. „Der Preisanstieg im März wird voraussichtlich im zweiten Quartal 2024 unter anderem durch harte Preisverhandlungen am Spotmarkt zurückgehen und die Preise für Fracht werden folglich wieder sinken. Dennoch ist davon auszugehen, dass der Kilometerpreis im Durchschnitt über den Angebotspreisen von 2023 liegen wird“, so Gburek.

Stimmung unter Unternehmen hat sich verbessert

Auch in Deutschland sind die Transportangebote im ersten Quartal 2024 merklich gestiegen. Ein Plus von 102 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal ist hier trotz trüberer Wirtschaftsprognosen ein bemerkenswerter Anstieg, allerdings war das Vergleichsquartal 2023 ein besonders schwaches. Die Stimmung unter den Unternehmen in der Bundesrepublik hat sich deutlich verbessert. Die Zahlen, die das ifo-Institut Ende März veröffentlichte, können als eine Trendwende interpretiert werden.

Der ifo-Geschäftsklimaindex ist im März von 85,7 Punkten im Februar auf 87,8 Punkte gestiegen. Auch die Erwartungen der Unternehmen sind weniger pessimistisch als zuvor. Insbesondere in den Bereichen Transport und Logistik sowie im Gastgewerbe sind die Befragten jetzt zuversichtlicher gestimmt.

Fracht: Hoher Bedarf an Kapazitäten bis Juni 2024

Der deutsche Außenhandel hat im ersten Quartal dieses Jahres überraschend stark an Fahrt aufgenommen. Die Exporte stiegen so stark wie seit dreieinhalb Jahren nicht mehr. Damit wird voraussichtlich auch der Transportbedarf bis einschließlich Juni hoch bleiben. Gunnar Gburek erläutert: „Die Transportbranche ist von der konjunkturellen Entwicklung abhängig. Der positive Trend beim Warenaustausch innerhalb Europas spiegelt sich in den Frachtangebotszahlen wider und wird bis in den Sommer anhalten.“

Laut Prognose wird der Frachtanteil im Transportbarometer von Timocom mit kleineren Schwankungen bei einem Monatsdurchschnitt um die 75 Prozent liegen. Die wirtschaftliche Erholung in vielen europäischen Ländern hat hierauf einen größeren Einfluss als die stillgelegten und fehlenden Transportkapazitäten. Der Rückgang der Inflation und die sinkenden Energiepreise stellen für alle Seiten gute Voraussetzungen für eine weiterhin positive Entwicklung dar.

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