Die verkaufsstärksten Tage des Jahres rücken näher – und damit eine entscheidende Zeit für den Einzelhandel. Gerade für noch nicht zu erfahrende Händler, die erst 2020 ihren Onlineshop eröffnet haben, ist die Herausforderung besonders groß. Diese fünf Tipps unterstützen bei der Vorbereitung.
(Quelle: mangpor2004/shutterstock)
Das Weihnachtsgeschäft stellt die Einzelhändler schon in normalen Jahren auf eine harte Probe, ist der Ansturm der Kunden in dieser Zeit doch überdurchschnittlich groß. Doch in der Corona-Pandemie 2020 sind die Voraussetzungen noch einmal ganz andere: Einer Umfrage zufolge kaufen 27 Prozent der befragten Konsumenten mehr Produkte online, E-Commerce ist damit einer der wenigen Profiteure der weltweiten Pandemie. Um die Gunst der Kunden am Black Friday und Cyber Monday buhlt in diesem Jahr eine große Anzahl an Onlineshops.
Wie man sich vom Wettbewerb abheben und als noch unerfahrener Onlineshop bei den Rabatt- und Werbeschlachten in der Vorweihnachtszeit nicht untergeht, zeigen fünf Tipps von Mollie für die optimale Vorbereitung auf Black Friday, Cyber Monday und Co.:
1. Die Webseite auf Herz und Nieren prüfen
Bei allem Marketing darf die Technik nicht vernachlässigt werden. In jedem Fall muss der Online-Auftritt für den erhöhten Traffic in den kommenden Tagen vorbereitet sein. So sollte zunächst geprüft werden, ob der Webseiten-Host für die Herausforderungen eines erhöhten Zugriffs gewappnet ist. Kaum etwas ist ärgerlicher als wegen der Langsamkeit der eigenen Website oder der mangelnden Erreichbarkeit über das Smartphone Umsätze zu verpassen. In Zeiten zunehmender grenzüberschreitender Käufe besonders wichtig: Für alle Länder, aus denen potenzielle Kunden kommen können, sollte die richtige und beliebteste Zahlmethode zur Verfügung stehen.
2. Den richtigen Rabatt am Black Friday anbieten
Der große Erfolg von Black Friday, Cyber Monday und anderen Sonderverkaufsaktionen liegt in den umfangreichen Rabatten begründet, die mit diesen Tagen einhergehen. Entscheidend ist, mit seinen Rabattaktionen aufzufallen. Dafür ist die richtige Strategie wichtig: Ein allgemeiner Rabatt auf eine Produktkategorie ist zwar schön, aber er liefert nur dann gute Resultate und ist sinnvoll, wenn er höher ausfällt als das, was der Kunde mit dem gewohnten Ausverkauf-Rabatt erhält.
Hohe Rabatten auf spezielle Produkte wiederum erfordern eine genau Selektion. So geht es nicht um überdurchschnittliche Preisnachlässe auf unattraktive Produkte – das schreckt den Kunden eher ab und ist kontraproduktiv. Clever sind hingegen so genannte Ausweichrabatte in Situationen, in denen das Hauptprodukt bereits ausverkauft ist. Ebenfalls bewährt haben sich Rabattstaffeln: Diese können den Umsatz zusätzlich steigern, indem bei ihnen der Discount mit der Zahl der gekauften Produkte steigt.
3. Nicht nur beim Verkauf, auch beim Versand punkten
Es ist eine erschreckende Zahl: Zwei Drittel der Online-Shopper brechen einen Kauf im Check-out ab, weil es für ihr Dafürhalten an den angebotenen Paketdiensten und Versandoptionen mangelt. Abhilfe schaffen kann eine integrierte Lösung, die dank Multi-Carrier-Shipping mehr Flexibilität beim Versand bietet. Ebenfalls von Vorteil für den Online-Händler ist ein intelligentes After-Sales-Marketing mit Track & Trace. Das Erfolgsrezept: Je mehr Transparenz der Kunde über den aktuellen Sendungsstatus erhält, desto mehr gewinnt der Onlineshop sein Vertrauen.
4. Black Friday: Daten im Blick haben
Kaum etwas ist für Onlinehändler so wertvoll wie Daten. Deren zielgerichtete Überprüfung muss bei der Planung erfolgreicher Vermarktungsstrategien im Mittelpunkt stehen. Wer Kundendaten mit den neuesten Produkttrends richtig kombiniert, kann das perfekte Black-Friday-Angebot kreieren. Wichtige Kriterien wie Traffic, neue Kunden, durchschnittlicher Kauf oder Conversion Rate sollte Händler dabei stets auf dem Schirm haben.
5. Black Friday: Schon an das nächste Aktion denken
Wenn die „heißen“ Verkaufstage vorbei sind, geht es gleich weiter: Bei der anschließenden Lagerüberprüfung gilt es zu zuerst, die Besteller am Black Friday und Cyber Monday zu identifizieren. Hierbei geht es aber nicht nur um die Statistik, sondern auch um die kreative Umsetzung der Lehren daraus. Das könnte etwa eine Online-Veranstaltung sein: Eine „After-Party“-Kampagne mit motivierenden Verkaufs-Teasern kann den Schwung von Black Friday und Cyber Monday für die darauffolgenden Verkaufstage nutzen.
Stand: 16.12.2025
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Ähnliches gilt auch für Retargeting-Kampagnen: Wer passgenau und dynamisch auf Facebook oder Instagram wirbt, kann möglicherweise Kunden reaktivieren, die schon einmal Interesse am Shop gezeigt haben. Dasselbe Ziel lässt sich darüber hinaus mit personalisierten E-Mails und auf den jeweiligen Kunden abgestimmten Angeboten erzielen. (sg)