E-Commerce-Schule: Shopify Onlineshop mit Shopify: So wird der Shop fit für Sales Events – Teil 7

Ein Gastbeitrag von Pia Schratzenstaller 8 min Lesedauer

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Das e-commerce magazin führt in der E-Commerce-Schule zu Shopify durch die wichtigsten Schritte zur Eröffnung eines Onlineshops – praxisnah und direkt umsetzbar. Im siebten Teil erfahrt Ihr, wie Ihr Sales Events für Euren Onlineshop erfolgreich plant und umsetzt.

(Bild:  © Dennis/stock.adobe.com)
(Bild: © Dennis/stock.adobe.com)

Wer online verkauft, braucht heute mehr als einen guten Onlineshop. Das e-commerce magazin begleitet Euch in der E-Commerce-Schule Schritt für Schritt beim Aufbau eurer weiteren Absatzkanäle mit Hilfe von Shopify. Im siebten Teil erfahrt Ihr, wie Ihr Sale Events wie den Black Friday für Euren Onlineshop erfolgreich plant und umsetzt:

  • Relevante Events statt Aktionismus: ein individueller Sales-Kalender ist die Basis
  • Frühzeitig und ganzheitlich planen: erfolgreiche Events brauchen Zeit
  • Ein wiederholbares System aufbauen: nach dem Event ist vor dem Event

Der Termin scheint noch weit weg, aber wer den diesjährigen Black Friday am 27. November und die Black Week ab dem 20. November als Verkaufsevent abhalten möchte, sollte keine Zeit verlieren und spätestens jetzt mit der Vorbereitung beginnen. Für viele Onlineshops sind solche Sales Events der erste richtige Stresstest. Doch ist das System gut und belastbar aufgesetzt, kann es als Blaupause dienen. Wenn Ihr Euch dann noch einen Kalender anlegt – ähnlich wie ein Redaktionsplan für Social Media – dann werdet Ihr schnell zum Profi.

Schritt 1: Den persönlichen E-Commerce-Kalender aufbauen

Es gibt mehr Verkaufsevents im Jahr als nur den Black Friday. Die Frage, die Ihr Euch dabei stellen solltet, ist, welche davon sind wirklich für Euer Business relevant? Im ersten Schritt solltet Ihr deshalb prüfen, welche Tage im Jahr für Euer Sortiment und Eure Zielgruppe die umsatzstärksten sind? Ist es der Valentinstag oder sind es die Wochen vor dem Schulstart? Oder der Black Friday mit einer zweiten Welle kurz vor Weihnachten?

Schreibt alle wichtigen Termine des Jahres auf und unterteilt sie anschließend nach Priorität in diese drei Kategorien:

  • A-Events: Die wichtigsten Umsatztreiber mit der größten Vorlaufzeit (zum Beisipiel Black Friday/Cyber Monday, Weihnachten, Schulstart)
  • B-Events: Relevante Anlässe mit Promotion-Potenzial (zum Beispiel Valentinstag, Ostern, Muttertag
  • C-Events: Nischenanlässe, die zu Eurem Sortiment und Eurer Positionierung passen (zum Beispiel Weltgesundheitstag, World Earth Day oder Welttierschutztag, vielleicht ist es auch Euer Unternehmensjubiläum)

Ähnlich wie ein Redaktionsplan bei Social Media kann ein E-Commerce-Kalender eine hilfreiche Orientierung sein und Euch durch die wichtigsten Verkaufsevents des Jahres führen. Nutzt ihn als Ausgangspunkt und ergänzt ihn um spezielle Termine, die in Eurer Sparte von Bedeutung sind.

Andere Länder, andere Kalender

Wer mit Shopify auch im Ausland verkauft, sollte unbedingt die Sales Events für jeden einzelnen Markt prüfen, denn die Tage und auch die Relevanz der Anlässe können sich von Land zu Land unterscheiden.

Black Friday ist längst ein globales Phänomen, aber der Muttertag, der in Deutschland und Österreich auf den zweiten Sonntag im Mai fällt, findet in Frankreich am letzten Sonntag im Mai oder am ersten Sonntag im Juni statt. Und während der Singles Day am 11. November als weltweit größtes Online-Shopping-Event auch in Europa an Bedeutung gewinnt, ist in den USA Thanksgiving im November üblicherweise der Startschuss für die Weihnachtssaison.

Schritt 2: Mit ausreichend Vorlaufzeit planen

Gute Vorbereitung beginnt Wochen, manchmal Monate vor dem eigentlichen Ereignis. Als Faustregel gilt: Je größer das Event, desto früher beginnt die Vorbereitung. Der Shopify Holiday Retail Report aus dem letzten Jahr zeigte eine zeitliche Lücke zwischen dem Start der Kaufplanung und der Händler-Vorbereitung: 25 Prozent der Käufer wollten ihre Weihnachtseinkäufe früher als gewohnt beginnen. Gleichzeitig starteten letztes Jahr nur 14 Prozent der Händler bereits vor Oktober mit den Vorbereitungen. 

Für den Black Friday beginnen erfahrene Händler spätestens im September mit der Planung. Neue Shops sollten sogar mehr Zeit einplanen. Denn damit das Event erfolgreich verläuft, müssen vorab viele Aufgaben erledigt werden:

  • Lagerbestand aufbauen: Beliebte Produkte können in der Peak-Saison schnell ausverkauft sein. Plant Euren Einkauf rechtzeitig und kalkuliert ausreichend Zeitpuffer für die Lieferung ein.
  • Marketing-Materialien produzieren: Banner, E-Mail-Kampagnen, Social-Media-Posts und Anzeigen brauchen Zeit in der Erstellung, Abstimmung und technischen Umsetzung.
  • Externe Partner briefen: Fulfillment-Dienstleister, Agenturen oder Werbepartner müssen rechtzeitig informiert werden, damit auch sie ihre Kapazitäten und Zeit für Abstimmungen planen können.
  • Promotions konfigurieren: Rabattcodes, automatische Rabatte und Bundle-Angebote müssen im Shopify-Backend angelegt, getestet und freigegeben werden.
So könnte eine einfache E-Mail-Kampagne in Vorbereitung auf den Black Friday aussehen.(Bild:  Shopify)
So könnte eine einfache E-Mail-Kampagne in Vorbereitung auf den Black Friday aussehen.
(Bild: Shopify)

Wichtig: Startet Eure E-Mail-Kampagnen frühzeitig! Vor großen Events wie dem Black Friday werden die Posteingänge der Kunden von diversen Marken geflutet. Wer früher kommuniziert, hat eine bessere Chance, wahrgenommen zu werden. Für den kommenden Black Friday könnt Ihr Euch mit dieser detaillierten Black-Friday-Checkliste ideal vorbereiten und diese als Vorlage für andere Verkaufsevents nutzen. 

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