Serie POAS (Profit on Ad Spend) – Teil 5

So stellt man Google-Ads Schritt für Schritt auf Profitoptimierung um

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Shop, Kosten und Google Ads verbinden

Der erste praktische Schritt ist die Anbindung der Systeme.

ProfitMetrics bietet direkte Anbindungen zu gängigen Shop-Plattformen. Für viele Shops ist das der größte Vorteil, weil die Einrichtung nicht komplett individuell gebaut werden muss.

Der Shop liefert die Bestellungen, Produktdaten und – sofern gepflegt – die Einkaufspreise. Google Ads wird anschließend so verbunden, dass ProfitMetrics eigene Conversion-Aktionen erstellen und Profitwerte an Google übergeben kann.

Gerade bei Shopify ist das häufig ein relativ direkter Einstieg. Wenn die Einkaufspreise bereits im Shop gepflegt sind, können sie von ProfitMetrics übernommen werden. Das ist der Idealfall, weil die Profitberechnung dann auf echten Produktkosten basiert und nicht auf pauschalen Annahmen.

So funktioniert ProfitMetrics.(Bild:  Pro Ads Marketing)
So funktioniert ProfitMetrics.
(Bild: Pro Ads Marketing)

Sind die Einkaufspreise noch nicht sauber hinterlegt, muss dieser Schritt nachgezogen werden. Denn ohne Produktkosten bleibt jede Profitberechnung nur eine Schätzung.

Und genau hier trennt sich ein ernsthaftes POAS-Setup von einem hübschen Dashboard.

Umsatzdaten haben fast alle Shops sauber im Griff. Produktkosten oft nicht. Für Google Ads ist das aber entscheidend.

Ein Produkt kann 100 Euro Umsatz machen und 60 Euro Deckungsbeitrag liefern. Ein anderes macht ebenfalls 100 Euro Umsatz, lässt aber nach Einkaufspreis, Rabatt und Versand nur 18 Euro übrig.

Wenn Google Ads in beiden Fällen denselben Conversion Value von 100 Euro erhält, bewertet der Algorithmus beide Verkäufe gleich. Wirtschaftlich sind sie aber komplett unterschiedlich.

Produktkosten: direkt aus dem Shop oder über Fallback-Listen

Die wichtigste Grundlage für das Setup sind deshalb die Cost of Goods, also die Einkaufspreise beziehungsweise Produktkosten.

Im besten Fall sind diese direkt im Shopsystem gepflegt. Dann kann ProfitMetrics sie automatisch übernehmen und für die Profitberechnung nutzen.

Wenn das nicht der Fall ist, gibt es eine zweite Möglichkeit: Fallback-Listen.

Über solche Listen können Kosten manuell ergänzt oder für bestimmte Produkte, Varianten oder Produktgruppen hinterlegt werden. Das ist besonders hilfreich, wenn nicht jede SKU perfekt gepflegt ist oder wenn man zunächst mit Durchschnittswerten arbeiten möchte. Für den Einstieg ist das oft der pragmatischste Weg.

Ein POAS-Setup muss nicht am ersten Tag perfekt sein. Aber es muss besser sein als reine Umsatzoptimierung.

Wenn ein Shop noch keine vollständigen Kosten auf SKU-Ebene hat, kann er zunächst mit Produktgruppen, Durchschnittsmargen oder Fallback-Werten starten. Wichtig ist, dass die Logik konsistent bleibt und später weiter verfeinert wird.

Perfektion ist nicht der erste Schritt. Ein belastbares Signal ist der erste Schritt.

Welche Kosten gehören in das Signal?

ProfitMetrics kann neben den Produktkosten auch weitere Kostenbestandteile berücksichtigen. Dazu gehören zum Beispiel Versandkosten, Logistikkosten, Payment Fees, Verpackungskosten oder Handlingkosten. Je nach Setup lassen sich fixe und variable Kosten hinterlegen.

Die entscheidende Frage lautet aber nicht: Was kann man alles eintragen? Die bessere Frage lautet: Welche Kosten sollte Google Ads wirklich als Optimierungssignal sehen?

Ich würde hier klar zwischen operativer Google-Ads-Steuerung und vollständiger Unternehmensprofitabilität unterscheiden.

Für das Google-Ads Signal sollten vor allem Kosten einfließen, die direkt mit einer Bestellung zusammenhängen und sinnvoll pro Order, Produkt oder Produktgruppe abgebildet werden können. Dazu gehören vor allem Einkaufspreise, Rabatte, Versand- und Logistikkosten, Payment Fees, Verpackung und gegebenenfalls erwartete Retourenkosten.

Expense Calendar: Er zeigt, dass ProfitMetrics auch Fixkosten in die Gesamtberechnung einbeziehen kann – zum Beispiel Miete, Software, Agenturkosten oder Gehälter. Für das Dashboard ist das sinnvoll, weil dadurch ein realistischeres Bild der Gesamtprofitabilität entsteht. Für das direkte Google-Ads-Bidding sollte man jedoch vorsichtig sein und vor allem die Kosten nutzen, die direkt mit einer Bestellung zusammenhängen.(Bild:  Pro Ads Marketing)
Expense Calendar: Er zeigt, dass ProfitMetrics auch Fixkosten in die Gesamtberechnung einbeziehen kann – zum Beispiel Miete, Software, Agenturkosten oder Gehälter. Für das Dashboard ist das sinnvoll, weil dadurch ein realistischeres Bild der Gesamtprofitabilität entsteht. Für das direkte Google-Ads-Bidding sollte man jedoch vorsichtig sein und vor allem die Kosten nutzen, die direkt mit einer Bestellung zusammenhängen.
(Bild: Pro Ads Marketing)

Diese Kosten verändern die wirtschaftliche Qualität einer Bestellung direkt. Genau deshalb sind sie für Google Ads relevant. Was ich nicht in das primäre Bidding-Signal packen würde: sämtliche Fixkosten des Unternehmens.

Gehälter, Miete, Verwaltung, allgemeine Software-Kosten oder interne Overhead-Kosten sind wichtig für die Gesamtbetrachtung des Geschäfts. Aber sie sind meistens nicht sauber pro Klick, Produkt oder Bestellung steuerbar. Wenn man diese Kosten zu stark in das Conversion-Signal einrechnet, wird das Bidding unnötig schwerfällig. Google Ads soll nicht die komplette GuV des Unternehmens abbilden. Google Ads soll erkennen, welche Bestellungen im Marketingkontext wirtschaftlich wertvoll sind.

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