Serie POAS (Profit on Ad Spend) – Teil 5

So stellt man Google-Ads Schritt für Schritt auf Profitoptimierung um

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ProfitMetrics erstellt eigene Conversion-Aktionen

Nach der Einrichtung erzeugt ProfitMetrics eigene Conversion-Aktionen in Google Ads. Dabei ist wichtig: Revenue und Profit sind nicht dasselbe Signal. Eine Revenue-Conversion bildet weiterhin den Umsatz ab. Sie kann für Vergleiche und Übergangsphasen sinnvoll sein.

Die entscheidende Conversion für POAS ist aber die Profit-Conversion. Je nach Setup heißt sie zum Beispiel PM Profit oder PM Gross Profit.

Diese Conversion übergibt nicht den reinen Bestellwert, sondern den berechneten Profitwert. Das ist der technische Kern des Setups.

Aus einer Bestellung wird nicht mehr nur:

120 Euro Umsatz

sondern zum Beispiel:

120 Euro Umsatz minus Einkaufspreis, Versand, Payment Fees, Rabatte und weitere variable Kosten = 45 Euro Profitwert

In Google Ads legt ProfitMetrics eigene Conversion-Aktionen für Revenue und Gross Profit an: Neben den browserbasierten Conversions gibt es zusätzliche Conversion-Booster-Aktionen, die fehlende oder nachmodellierte Conversions ergänzen. So kann Google Ads nicht nur Umsatzwerte, sondern auch berechnete Profitwerte als Conversion-Signal nutzen.(Bild:  Pro Ads Marketing)
In Google Ads legt ProfitMetrics eigene Conversion-Aktionen für Revenue und Gross Profit an: Neben den browserbasierten Conversions gibt es zusätzliche Conversion-Booster-Aktionen, die fehlende oder nachmodellierte Conversions ergänzen. So kann Google Ads nicht nur Umsatzwerte, sondern auch berechnete Profitwerte als Conversion-Signal nutzen.
(Bild: Pro Ads Marketing)

Und genau dieser Profitwert kann später an Google Ads übergeben werden. Nicht als Reporting-Zahl, sondern als Conversion Value.

Die Einrichtung muss nicht komplett allein erfolgen

Ein praktischer Vorteil bei ProfitMetrics ist, dass die Einrichtung nicht als reines Self-Service-Projekt gedacht ist.

In der Regel wird das Setup im Onboarding gemeinsam mit technischen Spezialisten begleitet. Dabei geht es um die Anbindung des Shops, die Verbindung mit Google Ads und die Einrichtung der relevanten Revenue- und Profit-Conversions.

Gerade für Shops ohne eigenes Tracking-Team senkt das die Einstiegshürde deutlich. Genau diese technische Hürde wird durch ein geführtes Setup deutlich kleiner.

Trotzdem bleibt wichtig: Auch das beste Tool kann nur mit den Daten arbeiten, die ihm zur Verfügung stehen. Wenn Produktkosten fehlen, Rabattlogiken nicht sauber sind oder Fallback-Werte falsch gesetzt werden, wird auch das Profit-Signal ungenau.

Profit-Conversions zuerst prüfen, dann primär setzen

Nach der Einrichtung sollte die neue Profit-Conversion nicht sofort als primäres Optimierungssignal genutzt werden.

Der bessere Weg ist eine kurze Validierungsphase: Die bisherige Kauf- oder Umsatz-Conversion bleibt zunächst primär, während die neuen ProfitMetrics-Conversions sekundär mitlaufen. So kann geprüft werden, ob das neue Signal sauber funktioniert.

In dieser Phase geht es vor allem um Plausibilität. Kommen die Conversions korrekt an? Stimmen die Werte ungefähr mit Shop und Google Ads überein? Werden Produktkosten, Fallback-Werte, Rabatte und weitere Kostenbestandteile richtig berücksichtigt?

Dieser Schritt ist entscheidend. Denn wenn die Datenbasis fehlerhaft ist, optimiert Google später nicht auf Profit, sondern auf falsche Profitdaten.

Erst wenn die Werte plausibel sind, wird die Profit-Conversion - zum Beispiel PM Profit oder PM Gross Profit - in Google Ads als primäre Conversion-Aktion gesetzt. Die bisherige Umsatz-Conversion bleibt in der Regel sekundär bestehen, damit sie weiterhin für Vergleiche genutzt werden kann.

Das ist der technische Wendepunkt: Ab diesem Moment erhält Smart Bidding nicht mehr den reinen Umsatzwert als Hauptsignal, sondern den berechneten Profitwert.

POAS kann über verschiedene Wege umgesetzt werden: per direkter Profit-Conversion, unterstützenden Analyse-Tools oder eigenem Tracking-Setup. Entscheidend ist, ob der Profitwert wirklich als Optimierungssignal in Google Ads ankommt. (Bild:  Pro Ads Marketing)
POAS kann über verschiedene Wege umgesetzt werden: per direkter Profit-Conversion, unterstützenden Analyse-Tools oder eigenem Tracking-Setup. Entscheidend ist, ob der Profitwert wirklich als Optimierungssignal in Google Ads ankommt.
(Bild: Pro Ads Marketing)

Damit ist die technische Basis gelegt

Ein POAS-Setup ist nicht abgeschlossen, sobald ein Tool verbunden wurde. Es ist abgeschlossen, wenn der Shop angebunden ist, Google Ads korrekt verbunden wurde, Produktkosten und relevante variable Kosten hinterlegt sind und die Profit-Conversion plausibel als primäres Signal genutzt werden kann.

Erst dann ist die Grundlage für profitbasierte Google-Ads-Steuerung geschaffen.

Alles, was danach kommt – Zielwerte, Kampagnenstruktur, Budgetverteilung, Produktcluster und Skalierungslogik - gehört in die nächsten Schritte. In diesem Teil ging es bewusst nur um die Einrichtung.

Denn genau diese Einrichtung entscheidet darüber, ob POAS später überhaupt sauber funktionieren kann.

Fazit

Die Umstellung auf POAS beginnt nicht im Kampagnen-Setup. Sie beginnt beim Conversion-Signal.

Google Ads kann nur auf den Wert optimieren, den es bekommt. Wenn dieser Wert Umsatz ist, optimiert der Algorithmus auf Umsatz. Wenn dieser Wert Profit ist, entsteht die Grundlage für echte Profitsteuerung.

Der Weg dorthin kann unterschiedlich aussehen. Ein eigenes GTM- oder Server-Side-Setup bietet maximale Flexibilität, braucht aber technische Ressourcen. ProfitMetrics ist für viele Shops der einfachere Einstieg, weil es direkte Shop-Anbindungen, Kostenlogik, Fallback-Listen und eigene Google-Ads-Conversions mitbringt.

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Entscheidend ist nicht das Tool. Entscheidend ist, dass aus jeder Bestellung ein belastbarer Profitwert entsteht - und dass dieser Wert sauber in Google Ads ankommt. Erst dann kann Google Ads lernen, welche Conversions nicht nur Umsatz bringen, sondern wirklich Gewinn erzeugen.

POAS – Profit On Ad Spent – ROAS – Google AdsRahil Yaqub
ist Gründer und Geschäftsführer der Google-Ads-Agentur Pro Ads Marketing.

Bildquelle: Pro Ads Marketing