Die Nutzung von Shopping-Apps wird immer beliebter: Wie ein neuer Report von Adjust zu Shopping-Apps zeigt, werden 40 Prozent mehr Einkäufe als vor einem Jahr über das Smartphone getätigt.
(Quelle: Georgejmclittle/Shutterstock)
Die globale App-Marketing-Plattform Adjust hat jetzt in Zusammenarbeit mit Liftoff, spezialisiert auf Mobile-App-Marketing und Retargeting, einen neuen Bericht über den rasant wachsenden Markt der Shopping-Apps erstellt. Der Report stützt sich auf die bis dato umfangreichsten Datenerhebungen und zeigt, dass Shopping-Apps weltweit als Inspiration und Entscheidungshilfen genutzt werden.
In den letzten zwölf Monaten konnte diese App-Kategorie ein signifikantes Wachstum verzeichnen. Nordamerika (NAR) ist führend im Mobile Shopping, gefolgt von Nutzern aus der EMEA-Region. Die Analyse von mehr als 53 Milliarden Ad Impressions, über zehn Millionen Installationen und zwei Millionen First-time Events in Apps zwischen April 2019 und April 2020 brachte überraschene Erkenntnisse zutage.
Allzeithoch für Shopping-Apps
Der Report von Adjust und Liftoff zeigt eine wachsende Akzeptanz der Verbraucher für Shopping-Apps. Mit 19,47 US-Dollar sind die Kosten für den Erwerb eines Nutzers, der einen ersten Kauf abschließt, im Vergleich zum Vorjahr um mehr als die Hälfte gesunken. Gleichzeitig ist das Engagement in den Apps um 40 Prozent gestiegen und die durchschnittliche Kaufrate liegt mit aktuell 14,7 Prozent über den 10,5 Prozent vom letzten Jahres.
Zusätzlich begünstigten die Ausgangsbeschränkungen durch die Covid-19-Pandemie das Mobile-Shopping-Verhalten: Während die Kosten pro Installation das ganze Jahr über relativ stabil geblieben sind, fielen sie im März 2020 auf ein Jahrestief von 2,48 US-Dollar, genau zu dem Zeitpunkt, als die Ausgangsbeschränkungen ihren Höhepunkt erreicht hatten.
Die Akquisekosten von Shopping-Apps von 2017 bis 2020. (Grafik: Adjust, Liftoff)
(Quelle: Adjust)
Die Verbraucher passen sich an
"Die gesamte E-Commerce-Branche hat in den ersten Märzwochen einen kleinen Schock erlitten, als aufgrund der COVID-19-Pandemie die Werbeausgaben deutlich zurückgefahren worden", erklärt Paul H. Müller, Co-Founder und CTO von Adjust. "Im April hat sich die Branche wieder erholt und es wurde verstärkt in Re-Targeting und Re-Engagement investiert, um neue Kunden wieder in den Funnel zu bringen und Bestandskunden zu halten."
In einer Welt, in der es immer weniger physische Berührungspunkte im Einzelhandel gibt, können Apps das Wachstum einer Marke weiter vorantreiben. "Letztes Jahr hat unsere Analyse ergeben, dass die massiven Rabattaktionen von Handelsgiganten wie Amazon, Flipkart und Alibaba Mobile-Nutzer dazu veranlassen, das ganze Jahr über Online einzukaufen. Dieser Trend hält weiterhin an", erläutert Mark Ellis, Co-Founder und CEO von Liftoff. "Die Verbraucher passen sich an einen Einzelhandel im Wandel an und verlassen sich dabei mehr denn je auf ihr Smartphone. Es gab noch nie einen günstigeren Zeitpunkt, um eine Shopping-App zu vermarkten".
Nordamerika ist Spitzenreiter, Nutzer in EMEA sind noch zurückhaltender
Während das Wachstum von Shopping-Apps rund um den Globus rasant ansteigt, ist Nordamerika klarer Spitzenreiter: Die Akquisekosten pro Erstkauf in der NAR-Region sind um das Vierfache auf 14,85 US-Dollar gesunken, während die Conversion Rates um mehr als das Vierfache auf 27,6 Prozent gestiegen sind.
Die Installationskosten und Conversion-Raten von Shopping-Apps. (Grafik: Adjust, Liftoff)
(Quelle: Adjust)
Die Situation in EMEA ist hingegen etwas vielschichtiger. Die Region weist mit 4,60 US-Dollar die niedrigsten Kosten für die Registrierung von Nutzern und gleichzeitig mit 48,2 Prozent die höchste Conversion Rates für die Registrierung auf. Nutzer in dieser Region sind durchaus bereit für Mobile Shopping, insbesondere wenn sie sich bereits mitten im Marketing-Funnel befinden.
Allerdings liegen die Akquisekosten für Nutzer, die einen Kauf tatsächlich durchführen, bei stolzen 16,27 US-Dollar. In Verbindung mit einer Engagement-Rate, die mit 13,6 Prozent nur halb so hoch ist wie in Nordamerika (27,6 Prozent), wird deutlich, dass Nutzer in EMEA etwas zurückhaltender beim Mobile-Shopping sind.
Stand: 16.12.2025
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Zur Methodik des Reports: Der Shopping-Apps Report 2020 basiert auf internen Daten von Liftoff, die vom 1. April 2019 bis zum 1. April 2020 erhoben wurden und rund 53 Milliarden Ad Impressions, über zehn Millionen Installationen und zwei Millionen First-time Events in Apps umfasst. Der Bericht verfolgt die Entwicklung von Akquisekosten und Conversion Rates weltweit. Dafür schlüsselt er die wichtigsten Engagement-Aktivitäten und Trends auf, um die Performance in verschiedenen Regionen wie Nordamerika, LATAM, EMEA und APAC zu vergleichen und beleuchtet darüber hinaus die Länder Brasilien, Japan und die USA eingehend. (sg)