Prozesse und Systemarchitektur

B2B-Commerce ist weit mehr als ein B2C-Shop mit Login

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Systemarchitektur entscheidet über den Projekterfolg im B2B-Commerce

Viele B2B-Projekte werden aus der Perspektive des Frontends gedacht. Der Shop wird dabei zum Zentrum des Systems.

Die Folgen sind:

  • Doppelte Datenhaltung
  • Individuell programmierte Schnittstellen
  • Hoher Pflegeaufwand
  • Eingeschränkte Weiterentwicklung

Im B2B hat sich ein anderer Ansatz bewährt:

  • Das ERP bleibt führendes System
  • Prozesse werden zentral gesteuert
  • Systeme werden integriert statt ersetzt
  • Standards werden genutzt, bevor individuell entwickelt wird

Die Systemarchitektur ist damit kein technisches Detail, sondern die Grundlage für stabile und skalierbare Lösungen.

Der B2B-Shop ist in Wirklichkeit ein Service-Portal

Im B2B endet die Kundeninteraktion nicht mit dem Kauf eines Produktes. Oft beginnt sie dort oft erst.

Typische Anforderungen:

  • Zugriff auf Dokumente und Belege
  • Nachfrage nach Verfügbarkeit und Lieferterminen
  • Informationen zu Maschinen und Anlagen
  • Self-Service und Wiederbestellungen

Der klassische Shop entwickelt sich damit zum zentralen Kunden- und Service-Portal.

Q&A: B2B-Commerce

Was ist der größte Fehler im B2B-Commerce?

Die Nutzung von B2C-geprägten Systemen für komplexe B2B-Prozesse.

Braucht jedes B2B-Unternehmen einen klassischen Shop?

Nein. Häufig ist ein integriertes Kunden- und Serviceportal die sinnvollere Lösung.

Warum ist die Systemarchitektur so wichtig?

Die Systemarchitektur bestimmt, wie gut Prozesse integriert, erweitert und langfristig betrieben werden können.

Was ist eine native B2B-Plattform?

Dabei handelt es sich um ein System, das von Grund auf für B2B-Prozesse entwickelt wurde und diese nicht nachträglich ergänzt. 

Automatisierung ist ein zentraler Hebel im B2B

Moderne B2B-Prozesse sind stark automatisiert.

Typische Szenarien:

  • Integration in Beschaffungssysteme (zum Beispiel PunchOut)
  • Automatisierte Bestellprozesse
  • Wiederkehrende Bestellungen
  • Digitale Anbindung von Vertrieb und Service

Der Fokus liegt dabei nicht nur auf zusätzlichem Umsatz, sondern vor allem auf Effizienz und Entlastung.

Warum B2C-Systeme im B2B an Grenzen stoßen

Die Ursache liegt in ihrer Architektur.

B2C-geprägte Systeme sind auf einfache, standardisierte Kaufprozesse ausgelegt. B2B-Funktionalitäten werden meist nachträglich ergänzt.

Das funktioniert in einfachen Szenarien. Mit zunehmender Komplexität steigen jedoch:

  • Anpassungsaufwand
  • Integrationsaufwand
  • Betriebskosten

Native B2B-Plattformen verfolgen einen anderen Ansatz. Sie sind von Beginn an auf komplexe Prozesse, Integration und individuelle Anforderungen ausgelegt.

Der Unterschied zeigt sich selten beim Start, sondern im laufenden Betrieb.

Fazit: B2B braucht passende Systeme

B2B ist kein B2C-Shop mit Login.

Viele Projekte geraten genau dann in Schwierigkeiten, wenn komplexe Anforderungen mit dafür ungeeigneten Systemen umgesetzt werden. Die Folge sind steigende Kosten, zunehmende Komplexität und eingeschränkte Weiterentwicklungsmöglichkeiten.

Erfolgreiche B2B-Projekte entstehen dort, wo Prozesse verstanden, Architektur bewusst gewählt und Systeme eingesetzt werden, die für diese Anforderungen ausgelegt sind.

Genau hier setzen spezialisierte Digitalagenturen wie Ecoplan an, die Vertrieb, Service und Systemlandschaft ganzheitlich betrachten.

B2B-CommerceMartin Rommel
ist Geschäftsführer der Ecoplan E-Commerce GmbH und beschäftigt sich seit über 30 Jahren mit B2B E-Commerce sowie der Digitalisierung von Vertriebs-, Service- und After-Sales-Prozessen in Industrie und Großhandel.

Bildquelle: Ecoplan

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