Urbane Logistik Vom Klick zur Tür: Logistikimmobilien entscheiden über den E-Commerce von morgen

Ein Gastbeitrag von Janica Gerecke 4 min Lesedauer

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Ohne Klick geht nichts – ohne Lager erst recht nicht: Logistikimmobilien werden zum heimlichen Machtfaktor im E-Commerce. Wer jetzt die richtigen Flächen sichert, sichert Lieferzeit, Kunden und Zukunft.

(Bild:  © shokokoart/stock.adobe.com)
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DARUM GEHT's

Urbane Logistik: Verknüpft E-Commerce, Handel, Produktion und regionale Distributionsstrukturen miteinander. Urbane Logistik schafft die Voraussetzung, Waren bedarfsgerecht zu lagern und zielgerichtet zu verteilen.

Redevelopments: Da neue Gewerbeflächen auf der grünen Wiese kaum noch entwickelbar sind, gewinnen Redevelopments an Bedeutung: Sie schaffen zeitgemäße Logistikflächen innerhalb etablierter Wirtschaftsregionen, indem bestehende Gewerbestandorte zukunftsfähig weiterentwickelt und vorhandene Flächenpotenziale wirtschaftlich sinnvoll genutzt werden.

Standortwahl im Wandel: Die Kriterien für Logistikstandorte verändern sich grundlegend: Statt großer Distributionszentren mit überregionaler Anbindung rücken urbane Logistikstandorte in den Fokus, da sie Nähe zu Kunden, Arbeitskräftepotenzial und bestehende Wirtschaftsstrukturen miteinander vereinen.

Wenn wir über die Zukunft des E-Commerce sprechen, denken wir meist an digitale Plattformen, künstliche Intelligenz oder neue Bezahlverfahren. Dabei entscheidet sich die Leistungsfähigkeit des Onlinehandels längst nicht mehr allein im digitalen Raum. Denn mit jeder Bestellung beginnt ein physischer Prozess, der immer komplexer wird. Genau an dieser Schnittstelle zwischen digitalem Handel und materieller Versorgung verändern sich derzeit die Spielregeln des E-Commerce. Kunden erwarten kurze Lieferzeiten und eine hohe Warenverfügbarkeit. Zudem müssen Unternehmen ihre Lieferketten widerstandsfähiger und wirtschaftlicher gestalten. Damit rückt eine Frage in den Mittelpunkt, die lange als selbstverständlich galt: Wo müssen Waren vorrätig sein, damit sie schnell, zuverlässig und effizient beim Kunden ankommen?

Je digitaler der Handel wird, desto wichtiger wird die analoge Infrastruktur, die ihn trägt. Urbane Logistik verknüpft E-Commerce, Handel, Produktion und regionale Distributionsstrukturen miteinander und schafft die Voraussetzungen dafür, Waren bedarfsgerecht zu lagern und zielgerichtet zu verteilen. Moderne Logistikimmobilien entwickeln sich damit zu einem strategischen Baustein leistungsfähiger Lieferketten und einer verlässlichen Versorgung wachsender Metropolregionen.

Damit verändern sich auch die Kriterien für die Standortwahl grundlegend. Lange standen vor allem große Distributionszentren mit einer möglichst guten überregionalen Anbindung im Fokus. Heute rücken urbane Logistikstandorte stärker in den Vordergrund, weil sie Nähe zu Kunden, Arbeitskräftepotenzial und bestehende Wirtschaftsstrukturen vereinen.

Je digitaler der Handel wird, desto wichtiger wird die analoge Infrastruktur, die ihn trägt. Urbane Logistik verknüpft E-Commerce, Handel, Produktion und regionale Distributionsstrukturen miteinander und schafft die Voraussetzungen dafür, Waren bedarfsgerecht zu lagern und zielgerichtet zu verteilen.

Janica Gerecke, Managing Director & Head of Germany bei Logicor

Zwischen Flexibilität und Flächenknappheit

Steigen die Erwartungen an Liefergeschwindigkeit und Warenverfügbarkeit, beeinflusst die Qualität der Lage die Leistungsfähigkeit einer Lieferkette immer stärker. Zugleich verfolgen viele Unternehmen das Ziel, ihre Lieferketten robuster aufzustellen und Risiken zu minimieren. Die Wahl geeigneter Logistikstandorte wirkt sich daher nicht nur auf die Effizienz logistischer Prozesse aus, sondern zunehmend auch auf die Resilienz und Zukunftsfähigkeit ganzer Liefernetzwerke. So werden Orte, die Warenströme zuverlässig ermöglichen und darüber hinaus Raum für künftige Entwicklungen bieten können, zu einem wichtigen Wettbewerbsvorteil.

Diese Verschiebung bleibt nicht ohne Folgen für Logistikimmobilien. Gefragt sind heute insbesondere Immobilien, die langfristig nutzbar sind und sich an veränderte Marktbedingungen anpassen lassen. Gleichzeitig wird das Angebot geeigneter Flächen insbesondere in wirtschaftsstarken Metropolregionen immer knapper. Neue Gewerbeflächen auf der grünen Wiese lassen sich vielerorts kaum noch entwickeln.

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